Eliasch abwahl: skizirkus bebt – ospelt übernimmt!

Belgrad – Ein Erdbeben erschüttert den internationalen Skisport: Johan Eliasch, der umstrittene Präsident der FIS, ist bei der heutigen Wahl abgewählt worden. Mit einem knappen Ergebnis von 64 zu 65 Stimmen unterlag er Alexander Ospelt aus Liechtenstein. Die Reaktionen aus dem Skisport sind überschwänglich – zumindest bei den großen Nationalverbänden.

Jubelschreie aus deutschland und der schweiz

Die Abwahl Eliaschs wird von vielen als Befreiung empfunden. Besonders in Deutschland und der Schweiz, wo der Schwede-Britsch-Georgier seit Jahren auf wenig Gegenliebe stieß, herrscht euphorische Stimmung. "Wir sind alle todmüde, aber heute gibt es ein großes Fest!", jubilierte Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun gegenüber dem "Blick". Die Stimmung war so ausgelassen, dass sich die Delegationen nach der Wahl länderübergreifend in die Arme fielen – ein schöner Moment der Einigkeit nach jahrelangen Spannungen.

Auch DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach ließ seine Freude nicht verbergen: "Dieser jahrelange Albtraum ist vorbei!" – ein deutlicher Seitenhieb auf die Amtszeit Eliaschs, die von zahlreichen Kontroversen und internen Querelen geprägt war. Felix Neureuther, ehemaliger DSV-Star und heutiger Experte, formulierte es etwas zurückhaltender, betonte aber die Notwendigkeit einer Neuausrichtung: "Die großen Verbände waren für Ospelt. Das zeigt die beiden großen Lager, die es gab. Ospelt steht nun eine große Aufgabe bevor: Er muss die Verbände und die FIS wieder näher zusammenbringen, sodass es mehr ein Miteinander als ein Gegeneinander gibt – und dass es wieder mehr um den Sport geht, um die Athleten, die unseren Sport vermarkten."

Ospelt: ein neuer wind für die fis?

Ospelt: ein neuer wind für die fis?

Alexander Ospelt, der neue FIS-Präsident, ist ein erfahrener Verbandsmann. Von 2016 bis 2023 leitete er den Liechtensteiner Skiverband. Seine Präsidentschaft könnte der FIS frischen Wind einhauchen, nachdem Eliaschs Amtszeit von immer wieder neuem Konflikt geprägt war. Die Spannung während der Wahl war "unerträglich", so Barandun, aber nun könne man Ospelt gratulieren. Er räumte jedoch ein, dass das Ergebnis enttäuschend war, da mit einer deutlicheren Mehrheit für Ospelt gerechnet worden war – ein Zeichen dafür, dass die Stimmen noch immer gespalten sind.

Ein Blick zurück: Eliaschs Abwahl ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung. Der Konflikt zwischen dem FIS-Präsidenten und den großen Nationalverbänden war bereits seit längerem offenkundig. Die Abwahl drohte sogar den kompletten Zerfall des Skizirkus zu bedeuten. Eliasch selbst nahm die Niederlage pragmatisch: "Entweder bekomme ich mein Leben zurück, oder ich gewinne die Wahl." Ein bezeichnender Satz, der die Erschöpfung und Frustration des scheidenden Präsidenten widerspiegelt.

Ein letzter Punkt, der nicht unerwähnt bleiben darf: Beobachter berichten, dass Eliasch kurz vor der Wahl völlig isoliert dastand, ohne jegliche Unterstützung. Ein Bild, das das Ende einer turbulenten Ära markiert. Die Zukunft des Skisports liegt nun in den Händen von Alexander Ospelt – und die Welt blickt gespannt, ob er es schafft, die gespaltenen Lager zu vereinen und den Sport in eine neue Ära zu führen. Die nächste Saison wird zeigen, ob die Abwahl Eliaschs wirklich ein Neuanfang bedeutet.