Elfmeter-chaos im old firm: fallrückzieher-tor sprengt glasgow

Ein Fallrückzieher, ein Elfmeter-Chaos und ein Stadion, das kurz vor der Explosion stand – das Old Firm bot wieder einmal alles, was Fußball-Legenden schreibt. Rangers und Celtic trennen sich 2:2, doch die Schlagzeile lautet: Unentschieden war gestern, die Zukunft gehört dem Video-Assistenten.

Die szene, die ganz glasgow verzauberte

In der 78. Minute flog der Ball von der linken Seite hereingeschlagen. Daizen Maeda nahm ihn direkt, drehte sich mit dem Rücken zum Tor und katapultierte ihn per Fallrückzieher ins Netz. Ibrox verstummte, Celtic-Bank tobte. Es war kein Tor, es war ein Statement: Wir sind zurück, und wir spielen Football aus einer anderen Galaxis.

Doch der Jubel währte nur 180 Sekunden. John Lundstram grätschte Matt O'Riley im Strafraum um, Schiedsrichter Nick Walsh zeigte auf den Punkt – und dann begann das Drama. VAR checkte, checkte nochmal, ließ Celtic-Keeper Joe Hart Schneewittchen-Posen einnehmen und verwandelte James Tavernier zum 2:2. Die Uhr zeigte 84:12, die Atmosphäre war Zündstoff pur.

Warum der punkt beiden hilft – und beiden wehtut

Warum der punkt beiden hilft – und beiden wehtut

Celtic bleibt Tabellenführer, die Rangers auf Schlagdistanz. Doch der Gewinner heißt Philippe Clement, weil seine Elf nach Rot für Leon Balogun (87.) nicht mehr kippte. Verlierer dagegen heißt Brendan Rodgers, denn seine Rotation brachte zwar Spektakel, aber keine drei Punkte in der Meisterschaft, die am 3. März 2026 längst zur Nervenschlacht geworden ist.

Die Statistik? Erstmals seit 2014 endet ein Old Firm mit zwei Toren nach Eckbällen und zwei Elfmetern – ein Novum in der Analytics-Ära. Die Nachspielzeit? Fünf Minuten plus ewiges Diskutieren, weil Celtic-Fans den Referee mit Bierbechern bewurfen. Die Polizei zählt 17 Festnahmen, die Liga zählt zwei Punkte Abstand an der Spitze – und die Fans zählen die Tage bis zum nächsten Kracher am 12. April in Parkhead.

Glasgow wird nicht schlafen. Der Fallrückzieher geht viral, der Elfmeter-Streit auch – und die Saison ist längst nicht mehr nur eine sportliche, sondern eine psychologische Angelegenheit. Wenn Schotten von „tremendous“ sprechen, meinen sie genau diese 90 Minuten. Und wenn sie von „never again“ sprechen, wissen sie: Das nächste Kapitel steht schon in den Startlöchern.