Elfenbeinküste feiert historischen wm-einzug: pépés doppelschlag schlägt curacao
Philadelphia – Ein Fußballmärchen ging in Philadelphia zu Ende, während ein weiteres begann: Die Elfenbeinküste hat sich sensationell für das Achtelfinale der Weltmeisterschaft qualifiziert und damit das bemerkenswertes Debüt von Curacao jäh beendet. Nicolas Pépé avancierte mit einem Doppelpack zum gefeierten Mann, während die Karibik-Inselfrauen ihren Kampfgeist bewiesen, letztlich aber an der Überlegenheit der Ivorer scheiterten.
Ein frühes signal und eine taktische schachprobe
Schon in der siebten Minute zeigte Nicolas Pépé, dass er an diesem Abend im Mittelpunkt stehen wollte. Eine präzise Vorlage von Yan Diomande ließ den Stürmer keine Mühe, die Führung zu markieren. Curacao, das mit einem euphorischen Fanmarsch zum Stadion gekommen war, ließ sich jedoch nicht entmutigen und zeigte, dass sie trotz ihres Status als Kleinster der WM auch künftig für Überraschungen gut sind. Die Partie war von einer insgesamt eher geringen Qualität geprägt, wobei beide Teams versuchten, gegnerische Schwächen auszulaugen.
Die Ivorer dominierten das Spielgeschehen, doch Curacao wehrte sich verbissen. Ein zwischenzeitliches Hintereinanderweglaufen von Amad Diallo und Franck Kessié verdeutlichte, wie schwierig es für die Elefanten war, ihre Chancen konsequent auszuspielen. Kapitän Leandro Bacuna vergab für Curacao die beste Torannäherung der ersten Hälfte, was die knappe Führung der Elfenbeinküste bis zur Pause Bestand hatte.

Pépé entscheidet die partie – curacao verabschiedet sich würdig
Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Elfenbeinküste den Druck. Ibrahim Sangarés geniale Verlängerung fand Pépé, der den Ball traumhaft mit links ins lange Eck zirkeln ließ – die Vorentscheidung in dieser Partie. Der Widerstand der Curacaoer war nun gebrochen, und die Ivorer kontrollierten das Spiel souverän bis zum Schlusspfiff. Eloy Room, der im vorherigen Spiel gegen Ecuador mit 15 Paraden zum Nationalhelden wurde, war machtlos gegen Pépés Treffer.
Mit sechs Punkten belegen die Ivorer den zweiten Platz in Gruppe E hinter Deutschland und treffen am Dienstag in Dallas auf Norwegen oder Frankreich. Curacao verabschiedet sich mit einem Punkt aus dem Turnier, doch ihre Leistungen haben alle Zweifler verstummen lassen und gezeigt, dass Fußballherzen überall schlagen können. Und Roshon van Ejima hat Recht: Die „Blue Wave“ hat bewiesen, dass sie auf dieser Bühne hingehören.
Die Elfenbeinküste ist im Achtelfinale – ein Beweis für ihre Entschlossenheit und ihre taktische Flexibilität. Ein verdienter Erfolg für ein Team, das die Herzen der Fans mit Leidenschaft und Kampfgeist erobert hat. Und als kleine Randnotiz: Curacao mit nur 160.000 Einwohnern hat bewiesen, dass Größe nicht alles ist - ein inspirierendes Beispiel für all diejenigen, die an die Kraft des Fußballs glauben.
