El mala-deal geplatzt: ex-spieler scheitert vor gericht!
Köln – Ein Rechtsstreit um eine lukrative Empfehlung hat ein jähes Ende gefunden: Abdenour Amachaibou, ein ehemaliger Fußballspieler und Berater, muss leer ausgehen. Das Landgericht Köln wies seine Klage gegen den Fußball-Drittligisten Viktoria Köln ab – der Traum von 40.000 Euro ist geplatzt.

Kein vertrag, kein vollmacht: die entscheidung des gerichts
Amachaibou hatte behauptet, Viktoria Köln durch seinen Tipp zum Transfer von Said El Mala zum 1. FC Köln geführt zu haben und dafür eine beträchtliche Summe gefordert. Doch vor Gericht konnte er diesen Anspruch nicht beweisen. Das Gericht argumentierte, dass es schlichtweg keinen Vertrag zwischen den Parteien gab. Selbst wenn ein Gespräch stattgefunden haben sollte, verfügte der damalige Vertreter von Viktoria Köln nicht über die notwendige Vollmacht, um den Transfer in Auftrag zu geben.
Die dreistündige Verhandlung im April hatte mehrere Zeugen gehört, die über den Wechsel von El Mala befragt wurden. Dabei bestätigten sich die Aussagen des Klägers, dass er den 1. FC Köln auf den talentierten Spieler aufmerksam gemacht hatte. Christian Keller, ehemaliger FC-Manager, gab an, von Amachaibou von El Malas Fähigkeiten geschwärmt worden zu sein: „Der kann auf jeden Fall in der Bundesliga spielen.“
Said El Mala, der gemeinsam mit seinem Bruder vom Drittligisten Viktoria Köln zum 1. FC Köln wechselte, hat sich im FC-Trikot zu einem Leistungsträger und Torschützen entwickelt. Seine 13 Tore in dieser Saison sprechen für sich. Der Kläger hatte vor Gericht betont, er sei beauftragt worden, El Mala dem FC „anzupreisen“. Stephan Küsters, der damalige Sportliche Leiter von Viktoria Köln, erinnerte sich zwar an ein Gespräch über El Mala, bestritt aber, dem Kläger einen Auftrag erteilt zu haben.
Mehrere Versuche des Kölner Richters, eine Einigung zwischen den Parteien zu erzielen, scheiterten. Amachaibou muss nun ohne die erhoffte Entschädigung dastehen. Die Geschichte zeigt einmal mehr: Im Fußballgeschäft zählen nicht nur Talent und Tore, sondern auch wasserdichte Verträge und klare Zuständigkeiten.
