Eklat in barcelona: antimuslimische parolen und buhrufe bei spanien-ägypten spiel!

Barcelona erlebte eine bittere Nacht des Sports. Beim Testspiel zwischen Spanien und Ägypten (0:0) flogen antimuslimische Parolen durch das Stadion des RCD Espanyol und die ägyptische Hymne wurde ausgebuht. Ein Vorfall, der spanische Fußballfunktionäre und Trainer Luis de la Fuente in helle Wut versetzte und weltweit für Empörung sorgte. „Totale und absolute Abscheu“, äußerte sich de la Fuente zur Eskalation – und damit drückte er die Meinung vieler aus.

Die eskalation im detail: was genau geschah?

Schon vor dem Anpfiff sorgten Pfiffe während der ägyptischen Nationalhymne für eine unangenehme Atmosphäre. Doch mit der 20. Spielminute erreichte der Eklat seinen Höhepunkt. Aus einem Bereich hinter einem Tor wurden wiederholt rassistische und antimuslimische Gesänge skandiert, darunter der beleidigende Ausruf: „Bote, bote, bote musulman el que no bote!“ (Spring, Spring, Spring, wer nicht springt, ist ein Muslim). Zudem wurden auch beleidigende Rufe gegen den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, einen linksgerichteten Politiker, vernommen. Eine Schande für den spanischen Fußball und eine Ohrfeige für den internationalen Sport.

Verbandschef louzan: „punktuelle und vereinzelt auftretende situationen“?

Verbandschef louzan: „punktuelle und vereinzelt auftretende situationen“?

Der Präsident des spanischen Fußballverbands, Rafael Louzan, versuchte, die Vorfälle herunterzuspielen, indem er sie als „punktuelle und vereinzelt auftretende Situationen“ bezeichnete. Allerdings wurden die verurteilenden Worte des Verbands auf den Videoleinwänden im Stadion angezeigt, ein schwacher Trost angesichts der Heftigkeit der Ereignisse. Der katalanische Sportminister Berni Alvarez kritisierte die späte Reaktion und forderte, dass die Protokolle zur Verhinderung von Gewalt im Sport konsequenter umgesetzt werden. „Nach diesen Ereignissen war ich sehr empört darüber, dass nichts unternommen wurde“, erklärte er und drohte mit Konsequenzen, sollte die Umsetzung nicht erfolgen.

De la fuente: „fußball wird von störern als bühne missbraucht“

De la fuente: „fußball wird von störern als bühne missbraucht“

Trainer Luis de la Fuente betonte, dass „jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Respektlosigkeit“ inakzeptabel sei. Er hob hervor, dass die Mehrheit der Zuschauer die Vorfälle verurteilte und die Störer ausbuhte. „Der Fußball ist nicht gewalttätig – gewalttätige Menschen nutzen ihn als Bühne“, so der Coach, und forderte eine konsequente Identifizierung und Ausschluss der Verantwortlichen. Es ist eine Mahnung an den gesamten Fußball, sich seiner Verantwortung bewusst zu werden und sich aktiv gegen jegliche Form von Diskriminierung zu stellen.

Das Spiel war ursprünglich aus Katar verlegt worden, aufgrund des Krieges im Nahen Osten. Nun müssen die Verantwortlichen in Spanien handeln, um ein solches Szenario nicht noch einmal zu erleben. Die Welt schaut genau hin.