Ekitiké kehrt als teuerster liverpool-transfer zurück – und lässt paris bluten
Hugo Ekitiké betritt den Parc des Princes als König, nicht als Knecht. 95 Millionen Euro Ablöse, 17 Tore, 6 Vorlagen – und eine Rechnung, die der PSG noch lange verfolgen wird.

Vom messi-schatten zum anfield-star
2022 saß er zwischen Messi, Neymar und Mbappé auf der Bank, heute ist er der einzige Neuzugang von Jürgen Slot, der tatsächlich zündet. Die Pariser dachten, sie hätten einen Rohdiamanten für 30 Millionen Euro geliehen; stattdessen bohrten sie sich mit ihm ein Loch in den Haushalt. Nach nur neun Minuten unter Luis Enrique flog er raus – und Frankfurt machte daraus Gold. 26 Tore, 14 Assists in 64 Spielen. Die Eintracht verkaufte für dreimal den Preis. Geschäft eben.
Im Champions-League-Achtelfinalegegen seinen alten Klub hat der 22-Jährige die Chance, die Statistik zu korrigieren. Denn trotz starker Liga-Nummer nagt eine kleine Champions-League-Flüster-Phase: drei Tore, zehn klare Chancen vergeben – mehr als jeder andere Angreifer außer Vinícius und Gyökeres. Die erwarteten Tore (xG) liegen bei sechs. Er weiß es. „Ich liebe Erwartungen“, sagt er, „sie bedeuten, dass ich noch besser werden kann.“
Didier Deschamps hat ihn schon zum Stürmer der Zukunft erklärt, Mbappé nennt ihn „einen der besten Partner, die ich je hatte“. Ironie der Geschichte: Beide trugen einst dasselbe Trikot, heute sind sie die Gesichter der neuen französischen Galaktiker-Generation – nur eben nicht mehr in Paris.
Der Parc des Princes wird heute Abend pfeifen, aber nicht aus Hass. Es ist das Surren eines Clubs, der eine Transfer-Blamage live erlebt. Für Ekitiké ist es keine Rache, es ist die Premiere seines Selbstwertgefühls. Und die ist 95 Millionen Euro wert.
