Ekitiké fällt nach acht minuten aus – liverpool stolpert in brighton
Die Nummer neun liegt im Gras, sein Oberschenkel zuckt, der Schmerz ist greifbar. Schon nach acht Minuten verlässt Hugo Ekitiké unter heftigen Schmerzen das Spielfeld, und mit ihm schwindet für Liverpool die letzte Luft nach Woche drei der englischen Meisterschaft.
Der Franzose war mit Ex-Red James Milner unglücklich zusammengeprallt, versuchte vergeblich, die Schmerzen wegzulaufen, brach dann aber doch ein zweites Mal in sich zusammen. Curtis Jones rückte für ihn ins Mittelfeld, Florian Wirtz zog ins Zentrum, doch der Plan war schon zerbrochen.

Der tag, an dem brighton liverpool eiskalt erwischte
Die Folge ließ nicht auf sich warten. Danny Welbeck schob in der 14. Minute zum 1:0 für die Seagulls ein, Anfield-Emotionen wurden im Amex Stadium schon früh zunichte gemacht. Milos Kerkez glich zwar noch per Distanzschuss zum 1:1 aus, doch die Unruhe blieb.
Die Statistik spricht Klartext: Dreimal musste Jürgen Klopp in den ersten drei Ligaspielen wechseln – ein Wert, den es in keiner seiner neun vollständigen Saisons zuvor gab. Ekitiké, zuletzt mit fünf Scorerpunkten aus den ersten zwei Partien, galt als Hoffnungsträger Nummer eins. Ohne ihn wirkt das Angriffsspiel blutarm, selbst wenn Mohamed Salah die Zügel übernimmt.
Für Brighton war es der vierte Sieg in Serie gegen die Reds – ein kleines Trendmärchen am Südküsten-Flughafen. Pascal Groß steuerte seine siebte Torvorlage der Saison bei und bestätigt seine Rolle als heimlicher Drahtzieger der Premier-League-Mittelfeld-Maschine.
Die Ärzte von Liverpool vermuten eine Muskelzerrung im linken Oberschenkel, eine genaue Diagnose steht nach dem Scan aus. Fakt ist: Mit dem Ausfall von Diogo Jota und Cody Gakpo steht Klopp vor einem Personal-Poker, das bis zur Länderspielpause kaum Zeit lässt, Lösungen zu reimen.
Am Ende steht ein Remis, das sich wie eine Niederlage anfühlt. Die Reds verlieren ihren Topschützen, zwei Punkte und jede Miel Selbstvertrauen – und das schon vor dem Duell mit Manchester City. Die Saison ist jung, aber die Verletztenliste altert Liverpool im Sturm schneller, als Klopp sie auffüllen kann.
