Eiskunstlauf: isu öffnet tür für russische und belarussische athleten
Ein Erdbeben im Eiskunstlauf
: Die Internationale Eislaufunion (ISU) hat entschieden, russische und belarusische Sportler ab der kommenden Saison wieder bei internationalen Wettbewerben zuzulassen – allerdings unter strengen Auflagen und neutralem Status. Die Entscheidung, die am Dienstag (30.06.2026) bekannt wurde, wirft Fragen auf und spaltet die Eiskunstlauf-Gemeinde.
Neutralität als bedingung für die rückkehr
Die Athleten aus Russland und Belarus dürfen ab sofort wieder an Wettbewerben teilnehmen, sofern sie ohne staatliche Erkennungszeichen antreten. Das bedeutet: Keine Nationalflaggen, keine Nationaltrikots und keine Nationalhymnen bei Siegerehrungen. Die ISU orientiert sich dabei an den Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das bereits eine ähnliche Regelung für die Olympischen Spiele in Mailand/Cortina vorsah.
Die jüngste Entscheidung der ISU ist ein deutlicher Wandel. Nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 waren Eiskunstläufer aus beiden Ländern von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen worden. Ein Ausschluss, der – wie die WM-Ergebnisse in Peking zeigen – einen erheblichen Einfluss auf das Kräfteverhältnis im Eiskunstlauf hatte: Die Russen sicherten sich damals sechs von insgesamt fünfzehn Medaillen. Doch nun scheint sich die politische Lage zu entspannen, zumindest innerhalb des Eiskunstlauf-Weltverbandes.
Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese Rückkehr reibungslos verlaufen wird. Die Kontroverse um die Teilnahme russischer und belarusischer Sportler ist noch lange nicht beigelegt. Während das IOC im Mai die Sanktionen gegen Belarus aufgehoben hat und auch der Schwimm- und Turnverband Russland bereits eine Art
