Eishockey-wm: irreguläres tor gegen deutschland – schiri-fehler?

Schalke – Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft musste im ersten Spiel der Eishockey-WM gegen Finnland einen herben Rückschlag verkassen. Bereits nach knapp neun Minuten lag Deutschland im Rückstand, und das unter fragwürdigen Umständen. Ein Treffer von Anton Lundell sorgte für die finnische Führung, doch der Jubel verstummte schnell, als sich die Frage nach der Regelkonformität des Tores stellte.

Grubauer behindert – war das ein reguläres tor?

Grubauer behindert – war das ein reguläres tor?

Der Puck war im Netz, die Halle tobte – doch Bundestrainer Harold Kreis zögerte mit der Challenge. Der Grund: Der finnische Stürmer Jesse Puljujärvi hatte den deutschen Torhüter Philipp Grubauer im Torraum deutlich behindert. Der NHL-Goalie wurde im entscheidenden Moment aus der Position gedrängt, was zu erheblichen Diskussionen führte. Grubauer selbst protestierte sofort und forderte eine Überprüfung durch die Schiedsrichter. Eine Video-Review erfolgte jedoch nicht, was die Gemüter zusätzlich erhitzte.

MagentaSport-Experte Moritz Müller warf einen kritischen Blick auf die Situation: „Grubi hat das sofort gemeldet. Das hätte man auf jeden Fall challengen müssen.“ Er erklärte, warum er das Tor für irregulär hält: „Puljujärvi fährt rückwärts in den Torhüter rein und trifft ihn klar auf der Matte. Damit wird Grubauer daran gehindert, weiter aus dem Torraum zu kommen.“ Auch der ehemalige Bundestrainer Uwe Krupp stimmte bei ProSieben zu: „Vor dem Tor gab es einen ganz klaren Kontakt mit dem Torhüter.“ Allerdings relativierte Krupp die Situation und betonte, dass es sich um eine Auslegungssache handle.

Krupp weiter: „Es war auf jeden Fall genug, um Philipp daran zu hindern, in die perfekte Position zu kommen. Die deutsche Mannschaft hat es nicht gechallenged, und dadurch ist das Tor regulär.“ Die Entscheidung der Schiedsrichter und das Ausbleiben einer Video-Review lassen die Frage nach Fairness und Regelkonformität offen stehen.

Die deutsche Mannschaft steht nun vor der Herausforderung, sich von diesem frühen Rückschlag zu erholen und im weiteren Turnierverlauf zu zeigen, dass sie trotz dieser fragwürdigen Situation mithalten kann. Der Rückstand hat jedoch nicht nur sportlich, sondern auch emotional einen Dämpfer für das Team bedeutet.