Eishockey-wm: deutschland am abgrund – seider schießt alarmworte ab!

Die Stimmung im deutschen Eishockey-Team ist alles andere als gut. Nach der deutlichen 1:6-Pleite gegen die Schweiz droht dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) das frühestmögliche Aus bei der Eishockey-Weltmeisterschaft – ein Déjà-vu-Trauma vom Vorjahr. Moritz Seider, normalerweise ein Fels in der Brandung, ließ seiner Frustration nach dem Spiel freien Lauf.

Die zweite halbzeit als desaster

Die zweite halbzeit als desaster

„Im zweiten Drittel sind wir völlig auseinandergefallen. So kommt ein Spielstand zustande“, wetterte der NHL-Star im Interview bei MagentaTV. Seine Worte treffen den Nagel auf den Kopf: Nach einem zunächst vielversprechenden ersten Drittel, in dem die deutsche Auswahl noch Paroli bieten konnte, brach das Team nach dem 0:1 in Überzahl regelrecht ein. Die Schweizer dominierten das Spielgeschehen, nutzten ihre Chancen konsequent und schossen Deutschland in Grund und Boden.

Die Situation ist ernst. Mit drei Niederlagen aus drei Spielen steht Deutschland am Tabellenende der Gruppe A. Nur ein Sieg gegen den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger USA am Mittwoch (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaTV) kann die Hoffnung auf ein Weiterkommen am Leben erhalten. Doch die Aufgabe ist alles andere als einfach. Die USA, obwohl sie ebenfalls nur einen Sieg gegen Großbritannien vorweisen können, sind ein starkes Kaliber.

Bundestrainer Harold Kreis versucht nun, die Köpfe frei zu bekommen und seine Mannschaft zu fokussieren. „Wie wir damit umgehen, wie wir reagieren ist jetzt entscheidend“, betonte er. Ein trainingsfreier Dienstag soll den Spielern die Möglichkeit geben, Abstand zu gewinnen und neue Kraft zu schöpfen. Sportvorstand Christian Künast mahnte ebenfalls zur Ruhe: „Das Wichtigste ist, den Kopf freizubekommen. Vom Eis müssen wir wegbleiben.“

Die Bilanz ist alarmierend: Zwei Treffer erzielt, sechs kassiert. Die deutsche Mannschaft wirkt verunsichert und kraftlos. Doch Künast will sich nicht geschlagen geben. „Wir haben vier Spiele. Für mich ist noch alles möglich. Man braucht wohl die Hilfe vom ein oder anderen. Wir haben schon mal drei Spiele verloren und sind weitergekommen“, sagte er. Die Hoffnung stirbt zuletzt – auch wenn die Lage angesichts der bisherigen Leistungen äußerst schwierig ist.

Die Partie gegen die USA wird somit zu einem Endspiel. Es ist eine maximale Herausforderung, die alles abverlangt. Die deutsche Mannschaft muss ihre Nerven in den Griff bekommen, ihre Leistung deutlich steigern und vor allem wieder zu einem Team werden. Denn nur so besteht eine Chance, das frühe Aus abzuwenden und die WM-Träume am Leben zu erhalten. Die Fans blicken gespannt auf das entscheidende Spiel – und hoffen, dass die Alarmworte von Moritz Seider endlich Gehör finden.