Eishockey-schock: vier spiele, vier breaks – was steckt hinter der heimschwäche?
Die National League-Finalserie zwischen dem HC Davos und den Fribourg-Gottéron hat eine unfassbare Dimension erreicht: Nach vier Spielen wurden alle Partien von der Mannschaft gewonnen, die nicht auf eigenem Eis agierte. Ein Novum in der Geschichte der Liga, das die Fans und Experten gleichermaßen in Staunen versetzt. Die Frage, die sich nun stellt: Wo liegt das Rätsel hinter dieser beispiellosen Auswärtsserie?
Die nackten zahlen sind alarmierend
Die Statistiken lassen kaum Unglaube schwinden: In keiner vorherigen Finalserie der National League haben Auswärtsteams alle vier ersten Spiele für sich entschieden. Doch was steckt dahinter? In den Katakomben der BCF Arena herrschte nach der Niederlage am Freitag eher ratloses Achselzucken als eine klare taktische Analyse. Die Stimmung war gedämpft, die Suche nach einer Erklärung offenbar ergebnislos.
Adam Tambellini, zurück im Team und mit einem wichtigen Treffer zur Unentschiedenreihe, brachte seine Verwirrung offen zum Ausdruck: „Ich habe wirklich keine Ahnung. Es ist schon irgendwie verrückt, wenn man darüber nachdenkt.“ Für ihn zählt am Ende nur der Sieg, egal wo er herkommt. „Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Ob zu Hause oder auswärts – solange das Ergebnis stimmt, ist alles gut.“ Er sieht die enge Partie in Fribourg als Chance für sein Team zu wachsen: „Es war ein knappes Spiel, das unserer Gruppe sicherlich gut tut. Wir nehmen den Schwung mit ins nächste Spiel.“
Auf der Gegenseite zeigte sich Patrick Nemeth frustriert über die verpassten Chancen. Trotz zahlreicher Bemühungen blieb die Fribourger Offensive ohne Erfolg. „Ich denke, wir hatten heute Abend genug Möglichkeiten, um ein paar Tore zu erzielen, aber das ist uns nicht gelungen“, sagte er nüchtern. Auch er konnte sich der historischen Auswärtsserie nicht erklären: „Oh, ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Darauf habe ich keine Antwort.“ Nemeth mahnte jedoch zur Besonnenheit: „Wir dürfen nicht zu viel darüber nachdenken, sondern daraus lernen und weitermachen.“

Fokus auf spiel 5 – der plan steht
Für Nemeth ist die Devise klar: „Wir konzentrieren uns darauf, in Davos anzutreten, weiter an unserem Spiel zu arbeiten und hoffentlich ein paar Treffer zu erzielen.“ Die Herausforderung ist groß, aber die Spieler sind entschlossen, das Blatt zu wenden. Das Spiel in Davos wird entscheidend sein – wird das Heimpublikum endlich seinen Beitrag leisten und die Wende einleiten? Oder setzt sich der unglaubliche Auswärtserfolg fort und die Eishockey-Schweiz steht vor einem weiteren Rätsel?
Der HC Davos muss nun seine Hausaufgaben machen und beweisen, dass die Heimschwäche nur eine vorübergehende Erscheinung war.
