Eishockey-legende ralph krueger offenbart parkinson-diagnose

Ein Leben am Rande des Eis, geprägt von Siegen und Herausforderungen – nun spricht Ralph Krueger über eine neue, persönliche Auseinandersetzung. Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer, der das Team über ein Jahrzehnt lang prägte, hat öffentlich seine Parkinson-Erkrankung bekannt gegeben. Eine Diagnose, die ihn tief getroffen hat, aber die er mit bemerkenswerter Stärke annimmt.

Der rückzug aus der öffentlichkeit und die schockierende diagnose

Lange Zeit war Ralph Krueger aus der Öffentlichkeit verschwunden. In einem Gespräch mit Klaus Zaugg, das watson veröffentlichte, offenbarte der 66-Jährige nun den Grund: „Ich habe im Herbst 2024 die Diagnose Parkinson bekommen. Die Krankheit ist unheilbar.“ Ein Schock, der das Leben des kanadisch-schweizerischen Doppelbürgers grundlegend veränderte. Die ersten Symptome, ein Zittern der Hand, führten schließlich zur Diagnose im November 2024, kurz nachdem er als Trainer mit Kanada die Olympischen Spiele 2014 gewonnen hatte.

„Zum ersten Mal hatte ich keine Kontrolle mehr“, blickt Krueger zurück. „Zuerst dreht sich alles um dieses Problem, du denkst 24 Stunden am Tag nur noch daran.“ Doch anstatt sich der Krankheit zu ergeben, entschied sich Krueger, aktiv dagegen anzukämpfen. Er setzt auf Sport – und zwar wie nie zuvor. „Ich bin sportlich wie nie und versuche jeden Tag zwei bis drei Stunden verschiedene Sportarten auszuüben“, erklärt er. Die wissenschaftlich am besten belegte Methode zur Linderung der Symptome, wie er betont, ist Bewegung.

Die prägendste rolle: nationaltrainer der schweiz

Die prägendste rolle: nationaltrainer der schweiz

Ralph Krueger blickt zurück auf eine beeindruckende Karriere, die ihn von den Eisbahnen Nordamerikas bis zum Traineramt der Schweizer Nationalmannschaft führte. Obwohl er zahlreiche Positionen innehatte, bezeichnet er seine Zeit als Nationaltrainer als die prägendste Rolle. „Die Jahre von 1997 bis 2010, als ich an der Bande stand und gemeinsam mit dem Team Erfolge feierte, werden immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen“, so Krueger.

Und obwohl die Diagnose Parkinson eine Herausforderung darstellt, lässt sich Krueger nicht entmutigen. Er plant, die Spiele der Schweizer Nationalmannschaft an der Heim-WM im Mai zu verfolgen und bleibt dem Eishockey treu. Die Krankheit mag ein Teil von ihm sein, aber sie definiert ihn nicht. Ralph Krueger beweist, dass selbst angesichts einer unheilbaren Krankheit Lebensfreude und Leidenschaft gefunden werden können. Der ehemalige Trainer lehrt uns eine Lektion: Sport ist nicht nur ein Spiel, sondern auch eine Medizin – und ein Weg, um mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.