Eishockey-drama: brandt beendet karriere – „no-go“ vom bundestrainer!
Schock in der deutschen Eishockey-Szene: Marcel Brandt, der torgefährlichste Verteidiger der DEL, hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Der Grund: Ein deutliches Wort des Bundestrainers Harold Kreis, das Brandt als „No-Go“ empfindet. Der 33-Jährige beendet damit eine Karriere, in der er einst zu den Leistungsträgern der deutschen Auswahl zählte.

Ein wort, das alles beendete
Vier Jahre nach seinem letzten Länderspiel, bei den Olympischen Spielen 2022, schließt Brandt nun endgültig die Tür zur Nationalmannschaft. Seine Entscheidung ist brisant, denn Brandt war in den vergangenen fünf Jahren unangefochten der treffsicherste Verteidiger der DEL – in der vergangenen Hauptrunde erzielte er erneut 16 Tore. Doch die Äußerungen von Bundestrainer Kreis, die dieser dem Fachblatt Eishockey News offenbar machte, waren der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Kreis soll Brandt mitgeteilt haben, er habe sich in den letzten drei Jahren nicht für ihn interessiert und ihn nicht beobachtet. „Das ist einfach ein No-Go“, so Brandt scharf.
Es ist ein bitteres Ende für einen Spieler, der unter dem damaligen Bundestrainer Toni Söderholm bei der WM 2021 und Olympia 2022 noch eine feste Größe war. Kreis hat ihn seitdem nicht einmal in den Kader berufen. Brandt hatte stets betont, er sei offen für eine Rückkehr, wartete auf den Anruf, der nie kam. Selbst zur WM in der Schweiz dieses Jahr gab es keine Einladung, lediglich ein Gespräch, bei dem sich Kreis entschuldigte und versicherte, die Zeit nicht zurückdrehen zu können.
„Wir sind im Guten auseinandergegangen“, so Brandt. Gemeinsam mit seiner Frau traf er die Entscheidung, nicht mehr für Deutschland zu spielen. Ein Schritt, den Kreis akzeptierte. Der Bundestrainer hingegen präsentierte eine völlig andere Version der Ereignisse: „Er hat aus persönlichen Gründen abgesagt.“ Eine Aussage, die bei vielen Eishockey-Fans für Stirnrunzeln sorgt. Denn die persönlichen Gründe, so scheint es, liegen in der mangelnden Wertschätzung seitens des Trainers begründet.
Die Frage, die nun bleibt, ist: Wie wird der deutsche Eishockey-Bund auf diese offene Kritik reagieren? Und wie wird sich die Nationalmannschaft ohne einen Spieler wie Marcel Brandt in Zukunft schlagen? Die Antwort auf die erste Frage dürfte ebenso interessant sein wie die auf die zweite. Denn die Affäre Brandt wirft ein schlechtes Licht auf die Strukturen im deutschen Eishockey und zeigt, wie fragil das Verhältnis zwischen Spielern und Trainern sein kann.
