Eishockey trifft fußball: hessische nachwuchstalente glänzen beim bandy
Junge hessinnen erfolgreich beim bandy
Es ist eine Sportart, die vielen noch unbekannt ist: Bandy. Doch für zwei junge Hessinnen ist es mehr als nur ein Hobby – es ist eine Leidenschaft und der Beginn einer vielversprechenden Karriere. Beim Bandy, einer faszinierenden Mischung aus Eishockey und Fußball, zeigen die beiden Talente aus Frankfurt ihr Können und begeistern die Sportwelt.
Was ist bandy überhaupt?
Wer einen Blick auf das Training wirft, könnte zunächst an Eishockey denken. Doch bei näherer Betrachtung fallen die Unterschiede auf. Statt eines Puckes wird mit einem Ball gespielt, die Tore sind größer und die Eisfläche entspricht der eines Fußballfeldes. Bandy wird mit elf Spielern pro Mannschaft ausgetragen, ähnlich wie im Fußball. Eine Partie dauert 90 Minuten, was die Ausdauer der Athleten enorm fordert.

Die hessischen talente im fokus
Juli Dubbel und Eva Hermann aus Frankfurt sind die beiden hessischen Hoffnungsträgerinnen im Bandy. Beide kommen ursprünglich aus dem Eishockey und spielen bei den Löwen Frankfurt. Die Kombination beider Sportarten ermöglicht ihnen, ihre Fähigkeiten in einem neuen Kontext einzusetzen und weiterzuentwickeln. Sie sind mittlerweile feste Bestandteile der deutschen Bandy-Nationalmannschaft.

Wie kam es dazu?
"Ich finde es cool, dass man so eine große Eisfläche hat und mehr laufen kann. Mit den mehr Spielern ist einfach mehr Bewegung, das ist sehr schön", berichtet Eva Hermann begeistert. Die größeren Räume und die erhöhte Laufintensität sind für sie eine willkommene Abwechslung zum Eishockey. Für Torhüterin Juli Dubbel bedeutet Bandy eine besondere Herausforderung.

Herausforderungen und spaß für die torhüterin
Im Gegensatz zum Eishockey verwendet Dubbel keine Stock zum Abwehren, sondern orangefarbene Schwämme an ihren Handschuhen. Das erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit und führt manchmal zu blauen Flecken. "Beim Eishockey habe ich eine Stock- und eine Fanghand. Das ist ein großer Unterschied für mich als Torhüterin. Da bekomme ich immer mal wieder blaue Flecken", erzählt sie schmunzelnd. "Aber es macht mir riesigen Spaß!"
Erfolge und ziele der nationalmannschaft
Die beiden Hessinnen sind nicht nur Hobby-Sportlerinnen, sondern auch bereits erfolgreich. 2025 nahmen sie mit der deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft teil und erkämpften sich den dritten Platz. Eine beachtliche Leistung, die sie motiviert, noch weiter nach vorne zu streben. Im März dieses Jahres steht die nächste WM in Schweden an, und das Ziel ist klar: eine Medaille!

Ausblick und motivation
"Erster oder Zweiter – eine Medaille ist auf jeden Fall drin", sagt Juli Dubbel voller Zuversicht. Die beiden jungen Talente sind fest entschlossen, alles zu geben, um ihren Traum zu verwirklichen. Die Weltmeisterschaft wird zeigen, ob sie ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Die Bandy-Welt darf gespannt sein!
Quelle: hessenschau HR
