Eisbären am abgrund: ex-profi johnson will playoff-wunder erleben
Bremerhaven bangt! Nach der knappen Niederlage gegen Phoenix Hagen in Spiel drei der Playoff-Serie droht den Eisbären die bittere Erkenntnis: Nur noch ein Sieg trennt sie von der Chance auf den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga. Und plötzlich steht ein Mann im Fokus, der eigentlich schon längst seine Profi-Karriere hinter sich haben sollte: Dominique Kevin Johnson.

Der bankangestellte, der das team rettet
Johnson, der nebenbei als Agiler Coach bei einer Bank arbeitet, ist zurückgekehrt, um den Eisbären zu helfen. Seine Profizeit schien mit dem Engagement in der Pro A bei den Baskets Koblenz beendet, doch der Ruf von Coach Steven Esterkamp war stärker. „Ich habe mit dem Coach von Anfang an darüber gesprochen. 'Hey, wenn ich euch helfen kann, dann helfe ich. Und wenn nicht, dann nicht. Dann ist es auch okay.'“, so Johnson im Gespräch mit buten un binnen. Und er hilft! Mit 15 Punkten war er am Dienstagabend der erfolgreichste Eisbären-Akteur – ein Zeichen, dass der 33-Jährige noch immer einiges auf dem Kasten hat.
Die Vergangenheit holt ein: Johnson, der einst bereits für die Eisbären in der BBL spielte, ist kein Unbekannter in Bremerhaven. Er kannte die Erwartungen, den Druck und die Leidenschaft der Fans. Sein Rückkehr ist mehr als nur eine sportliche Entscheidung – es ist eine Liebeserklärung an seinen Heimatverein.
Adrian Breitlauch, der Routinier des Teams, bezeichnet Johnson treffend als „unser kleines Ass im Ärmel“. Ein Ausdruck, der die Bedeutung des erfahrenen Spielers für die anspruchsvolle Situation unterstreicht. Die Fans in Hagen schufen eine unglaubliche Atmosphäre, die den Eisbären das Leben schwer machte. Doch die Niederlage mit 78:83 lässt die Hoffnung auf den Aufstieg in die BBL schwinden.
Der entscheidende Faktor: Mentale Stärke. Coach Esterkamp weiß, dass die kommenden Spiele mehr als nur Basketball sein werden. Es geht um mentale Stärke, um die Fähigkeit, mit Druck umzugehen und als Team zu agieren. Johnson, mit seiner Erfahrung und Ruhe, kann hier eine wichtige Rolle spielen. Denn eines ist klar: Im Profisport verlernt man das Spiel nicht – besonders nicht, wenn man von Herzen dabei ist.
Die Eisbären müssen am Donnerstag in Bremen alles geben. Die Zahl spricht für sich: Verlieren sie, ist der Traum vom Aufstieg geplatzt. Doch solange Johnson auf dem Feld steht, gibt es Hoffnung. Die Frage ist nicht, ob die Eisbären gewinnen können, sondern ob sie bereit sind, alles zu riskieren, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
