Eisbad-heldenmut: paderborner umrundet helgoland!
Ein eisiger Griff ins Nordsee-Meer und ein unglaublicher Erfolg: André Wiersig aus Paderborn hat die Insel Helgoland in einer beeindruckenden Zeit von drei Stunden und knapp vier Minuten umrundet. Bei Wassertemperaturen um die 13 Grad Celsius – teilweise sogar vier Grad kälter weiter draußen – bewies der Extremschwimmer unglaubliche Willenskraft und Technik.
Ein kampf gegen kälte und strömung
Für Wiersig, einen erfahrenen Sportler, war die Herausforderung immens. „Am Strand waren es etwa 13 Grad, weiter draußen nochmal vier Grad kälter“, berichtete er nach seiner Ankunft dem WDR. Die Kälte betäubte seine Arme, doch Panik war keine Option. Stattdessen konzentrierte er sich auf das Wesentliche: ruhig und gleichmäßig weiterzustimmen.
Doch nicht nur die eiskalten Temperaturen machten diesem Unterfangen zu einer Mammutaufgabe. Die Strömungen rund um Helgoland sind berüchtigt unberechenbar. Im Gegensatz zum Wattenmeer, wo die Wellen relativ gleichmäßig auf- und abfließen, herrschen hier viele Felsen und tiefes, offenes Meer – eine Folge der Zerstörung der Insel im Zweiten Weltkrieg. Die Bedingungen sind tückisch, und nur wenige wagen es, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Mehr als nur ein weltrekordversuch
Wiersig ist bekannt für seine ambitionierten Ziele: Weltrekorde, besonders schwierige Strecken, die noch nie jemand bewältigt hat. 2021 schwamm er als erster Mensch überhaupt vom Festland nach Helgoland – eine Distanz von rund 48,5 Kilometern. Doch bei dieser Aktion ging es ihm nicht primär um eine neue Bestzeit, sondern um eine Geste der Dankbarkeit gegenüber den Helgoländern, die ihn seitdem wie einen eigenen Sohn aufgenommen haben.
Die Helgoländer haben mich seitdem gefühlt adoptiert“, so Wiersig. <„Ich wollte etwas zurückgeben“, erklärte er.

Ein jubiläum wird gefeiert
Die Umrundung Helgolands war anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Insel als Seebad geplant. Seit 1826 dürfen Besucher offiziell vor der Insel schwimmen. Und so feierte die kleine Inselgemeinde einen ganz besonderen Helden.
Begleitet wurde Wiersig von seinem erfahrenen Team auf einem Boot, das ihn während seiner Leistung unterstützte. Mit der Aktion ist der Extremschwimmer sehr zufrieden. „Die Nordsee hat mitgespielt, der Empfang der Leute hier war toll.“ Nach dem Erfolg will er die Festivitäten zum Inseljubiläum unbedingt besuchen.
