Fabregas attackiert die serie a: "hier versteht niemand, was gespielt wird!"

Cesc Fabregas, der neue Coach von Como, hat in einem Gespräch mit The Athletic kein gutes Haar an der italienischen Liga gelassen. Seine Worte haben für Aufsehen gesorgt und eine hitzige Debatte über die taktischen Ausrichtungen der Serie A ausgelöst.

Ein ungewöhnlicher angriff auf das italienische fußball-system

Ein ungewöhnlicher angriff auf das italienische fußball-system

Der ehemalige spanische Nationalspieler scheut sich nicht, seine Meinung zu äußern. Nach einem knappen 1:3 gegen Milan, bei dem Como zwar überzeugte, aber letztlich verlor, äußerte Fabregas bereits Kritik. Nun geht er einen Schritt weiter und analysiert das Spielgeschehen in der Serie A im Vergleich zu anderen europäischen Top-Ligen. Seine Beobachtung: "In Italien ist es schwierig zu gewinnen. Es gibt viele 0:0 und 1:0. Die Mannschaften versuchen, dich zu neutralisieren, indem sie verteidigen und pressen, aber nicht angreifen."

Fabregas betont, dass er Fußball intensiv beobachtet und die Bundesliga, La Liga und die Premier League regelmäßig verfolgt. Im Gegensatz zur Serie A, wo er oft das Gefühl hat, "nicht zu verstehen, was passiert“, sieht er in den anderen Ligen eine klare Struktur und einen erkennbaren Spielstil. „In der Premier League weißt du, was die Mannschaften versuchen zu erreichen. Hier ist es oft schwer zu erkennen, welche Strategie verfolgt wird.“

Die Kritik geht weiter: Fabregas übt auch Kritik an der Art und Weise, wie italienische Vereine mit jungen Talenten umgehen. Er findet, dass sie oft mit Misstrauen begegnet werden und zu wenig gefördert werden. „Ich kenne diese Spieler und glaube an sie. Wenn ein Trainer darauf setzt, wird er das Beste aus ihnen herausholen.“ Er beklagt zudem, dass Spieler oft ohne Rücksprache mit dem Trainer verpflichtet werden, was zu Missverständnissen und mangelnder Integration führen kann.

Die Äußerungen des Como-Coaches sind ein Spiegelbild der wachsenden Unzufriedenheit mit dem oft defensiven und taktisch engstirnigen Fußball in Italien. Ob seine Kritik zu einer Veränderung führen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass Fabregas mit seinen Worten eine wichtige Diskussion angestoßen hat. Die Serie A steht vor der Herausforderung, sich neu zu erfinden und attraktiveren Fußball zu präsentieren – denn, so scheint es, selbst gestandene Fußballer wie Fabregas verlieren langsam den Glauben an das italienische Spiel.