Eintracht-frust kocht: fans sehnen saison-ende herbei
Die Eintracht wirkt wie ein Verein, der sich selbst nicht mehr erträgt. Nach dem 1:2 in Mainz reden nicht mehr nur Analysten, sondern ganze Blöcke von treuen Anhängern davon, dass sie diese Spielzeit einfach hinter sich lassen wollen.
Was war das wieder für ein Sonntag? Kalimuendo auf dem Flügel wie ein Fahrrad ohne Pedale, Doan in der Zentrale wie ein Fremdkörper, Burkardt in seiner ehemaligen Heimstätte unsichtbar. Die Zahlen sind so klar wie schmerzhaft: fünf Schüsse aufs Tor, zwei Großchancen, null Spielfluss. Und das in einem Derby, das eigentlich die Saison retten sollte.
Riera steht vor dem scherbenhaufen seiner eigenen taktik
Albert Riera betrat die Pressekonferenz mit dem Gesicht eines Mannes, der merkt, dass seine PowerPoint-Pläne auf dem Rasen nicht mehr funktionieren. „Wir haben die richtige Einstellung gezeigt“, sagte er. Die 22 000 mitgereisten Frankfurter würden widersprechen. Seine Worte klangen wie ein schlechter Witz, während die Mainzer hinter ihm bereits die Europapokal-Hymne probten.
Die Statistik, die niemand erwähnte: Seit Rieras Amtsübernahme hat die Eintracht nur 1,1 Tore pro Spiel erzielt – der schlechteste Wert aller Bundesligisten in diesem Zeitraum. Die Trainerbank war ein Schockraum, nicht mehr.
Hugo Larsson lief wie durch Watte, Ellyes Skhiri wirkte wie ein Captain ohne Kompass. Die Körpersprache des Teams? Ein einziger Seufzer. Als hätten sie vergessen, dass sie für einen Traditionsklub spielen, der sonst für Leidenschaft steht.

Die götze-frage bleibt offen wie ein wundenmal
Mario Götze saß wieder in der zweiten Rei, diesmal nicht einmal eingewechselt. Keine Verletzung, keine Erklärung. Nur ein „taktischer Entscheid“, sagte Riera. Aber was ist das für eine Taktik, die einen Weltmeister auf der Bank verrotten lässt, während die Offensive strauchelt? Die Fans rufen nicht mehr nur „Mario! Mario!“ – sie rufen nach Antworten, die der Klub nicht liefert.
Der Videopodcast FUSSBALL2000 sprach es aus, was viele denken: „Vielleicht ist der Wechsel zu Riera schon gescheitert, bevor er richtig begann.“ Keine Übertreibung, sondern die logische Konsequenz aus Wochen, in denen die Mannschaft wie ein Auto ohne Zündkerzen wirkt.
Die Saison ist noch nicht vorbei, aber im Kopf vieler Anhänger schon. Sie wollen nicht mehr gewinnen, sie wollen nur noch Schluss machen. Und das ist das bitterste Urteil überhaupt.
