Eintracht schaltet vor top-duell mit leipzig eine schippe drauf!

Frankfurt fiebert dem Gipfeltreffen gegen RB Leipzig entgegen – und das mit einer bemerkenswerten Intensität. Trainer Albert Riera, der an seinem Geburtstag die Katze im Sack öffnete, setzt auf aggressive Zweikampfführung und ein Spiel ohne Ball, das an die Stärke eines Stiers erinnert – allerdings in Adlergestalt, so der Coach.

Die taktik des trainers: adler statt bullen

Die taktik des trainers: adler statt bullen

Die Trainingswoche der Eintracht war geprägt von einem unerbittlichen Pressing. Riera machte deutlich, dass er den Ball vorzugsweise in Leipzigs Hälfte sehen will. „Wir wollen ihnen keinen Atemraum verschaffen“, erklärte er bei der Pressekonferenz. Die Leipziger sollen früh unter Druck gesetzt werden, um ihre Spielweise zu unterbinden. Ein 1:1-Duell auf den Flügeln wird RB lieben, so Riera, genauso das Spiel mit dem Ball. Die Frankfurter müssen sich darauf einstellen, hart zu arbeiten und jeden Zentimeter zu erobern.

Doch die Vorbereitung war nicht nur von taktischen Feinheiten geprägt. Nach dem demütigenden 0:6 im Hinspiel, bei dem der damalige Vorstand Markus Krösche in der Kabine eine eindringliche Ansprache hielt, lastet eine besondere Last auf der Mannschaft. Dieser Rückschlag führte zu einem Riss im Vertrauen zu Dino Toppmöller, der nun von Riera ersetzt wurde.

„Fußball geschieht im Hier und Jetzt“, betonte Riera, der die Vergangenheit bewusst verdrängt. Die Abwehrspieler Kaua Santos und Nmandi Collins fallen bekanntermaßen aus, während Jean-Matteo Bahoya und Rasmus Kristensen mit Verletzungen kämpfen. Ritsu Doan fehlt aus privaten Gründen. Die restliche Mannschaft muss nun zeigen, dass sie aus den Fehlern gelernt hat und bereit ist, für den Sieg zu kämpfen.

Die Tatsache, dass Riera an seinem 44. Geburtstag die Mannschaft führte, verlieh der Situation eine zusätzliche Würze. Auf Social Media präsentierte er Bilder von der Feier mit dem Staff und einem Besuch im Waldstadion, wo er sich sogar Attila, dem Eintracht-Maskottchen, näherte. Ein passenderes Vorbild für das gesteckte Ziel, wie Adler zu fliegen, gibt es wohl kaum.

Die Partie am Samstagabend (18:30 Uhr) verspricht ein Feuerwerk zu werden. Ob die Eintracht tatsächlich die Bullen bezwingen kann, wird die Stunde zeigen. Fest steht: Sie werden alles daran setzen, die Revanche für die bittere Hinspiel-Pleite zu nehmen.