Eintracht frankfurt: riera-chaos und verpatzte führung!
Frankfurt hat gestern eine Führung gegen Köln verspielt – und Trainer Albert Riera sorgt mal wieder für Kopfschütteln. Was auf dem Platz geschieht, ist schon irritierend, aber die Pressekonferenz des Spaniers übertrifft alles.
Ein remis, das bitter schmeckt
Die Eintracht, die lange Zeit mit einer beeindruckenden Vorstellung glänzte, ließ eine klare 2:0-Führung aus den Händen gleiten. Ein 2:2 gegen den 1. FC Köln ist zwar kein Debakel, doch die Art und Weise, wie die Hessen das Spiel abschenkten, lässt tiefe Fragen aufkommen. Offensichtlich fehlt es an Stabilität und mentaler Stärke, um einen knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Riera’s seltsame welt
Doch das eigentliche Problem scheint nicht nur auf dem Rasen zu liegen. Albert Riera, der Coach der Frankfurter, sorgte nach dem Spiel für Aufsehen mit einer höchst fragwürdigen Erklärung. Anstatt die Verantwortung zu übernehmen, präsentierte er eine verworrene Geschichte von Ängstlichkeit und Frustration, die angeblich seit der Zeit von Vorgänger Dino Toppmöller herrsche. „Ich wusste von Anfang an, dass es ein schwieriger Job wird“, so Riera, der sich zudem beschwerte, nur zwei Monate Zeit gehabt zu haben, um das Team zu formen. Eine Ausrede, die kaum überzeugt.
Seine Behauptung, die Eintracht sei zu Beginn seiner Amtszeit die schlechteste Abwehr der Liga gewesen, mag zwar stimmen, ändert aber nichts daran, dass die Mannschaft nun in der Lage sein sollte, eine Führung zu verteidigen. Riera’s ständiges Verweisen auf die Vergangenheit wirkt wie ein Versuch, die aktuellen Probleme zu beschönigen und die eigene Verantwortung abzuschieben.

Offensive stimmt, defensive nicht
Trotz der vergebenen Chance muss man der Eintracht-Offensive durchaus Positives zusprechen. Gegen Köln zeigte das Team eine der spielerisch ansprechendsten Leistungen der Saison. Die neue taktische Ausrichtung, bei der Arnaud Kalimuendo als linker Flügelstürmer agiert und Ansgar Knauff ihn unterstützt, schien zu funktionieren. Jonathan Burkardt und Ritsu Doan sorgten für gefährliche Kombinationen und brachten die Kölner Abwehr mehrfach ins Schwitzen. Vielversprechend, aber eben nicht genug.
Robin Koch, der Kapitän der Eintracht, brachte die Stimmung zutreffend auf den Punkt: „Wir waren zu wild. Wir hätten die Ruhe bewahren und die Kontrolle behalten müssen.“ Seine Worte unterstreichen die Diskrepanz zwischen dem, was die Eintracht leisten kann, und dem, was sie tatsächlich zeigt. Ein Mangel an taktischer Disziplin und mentaler Reife kostet die Frankfurter Punkte.
Die Frage bleibt, ob Albert Riera in der Lage ist, die Eintracht zu stabilisieren und aus dem Chaos einen geordneten Fußball zu formen. Seine bisherigen Aussagen und sein Auftreten lassen jedoch Zweifel aufkommen. Die Frankfurter Fans dürfen sich auf eine weitere turbulente Saison einstellen.
Die Eintracht muss sich fragen, ob der aktuelle Trainer wirklich der richtige Mann ist, um das Team wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Denn eines ist klar: Mit Riera’s seltsamen Philosophie wird es schwer, die gesteckten Ziele zu erreichen. Die Zeit drängt.
