Eintracht frankfurt: hellmann verlängert vertrag – und nimmt kein blatt vor den mund
Frankfurt – Ein klarer Beleg für die Kontinuität an der Spitze: Axel Hellmann, Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, hat seinen Vertrag vorzeitig bis Juni 2031 verlängert. Der 54-Jährige, der auch im Präsidium der DFL sitzt, bekräftigt damit sein Engagement für die Frankfurter Eintracht und wirft gleichzeitig einen kritischen Blick auf die vergangene Saison.

Die bilanz: wirtschaftliche stärke, sportliche schwäche
Hellmann sieht zurück auf eine „außergewöhnliche Entwicklung“ des Vereins in den letzten Jahren. Er lobt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, den Ausbau der Marke Eintracht Frankfurt und die Vorreiterrolle im digitalen Bereich. „Diesen Weg wollen wir fortsetzen: mit einer klaren Strategie, einem professionellen Umfeld und der Bereitschaft, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und zu gestalten“, so Hellmann. Doch die vergangene Bundesliga-Saison, die ohne Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb endete, wird offen thematisiert. „Das war ein Jahr mit gewissem Slapstick-Charakter, das wir so nicht mehr erleben möchten“, gestand der Vorstandsvorsitzende.
Die Verpflichtung von Adi Hütter als neuen Cheftrainer, nach der Trennung von Dino Toppmöller und Albert Riera, soll nun frischen Wind bringen. Der Aufsichtsrat hat dem Sportvorstand Markus Krösche den Rücken gestärkt, auch angesichts der enttäuschenden sportlichen Ergebnisse. Die Pyro-Ausschreitungen beim letzten Saisonspiel gegen den VfB Stuttgart wurden dabei ebenfalls scharf verurteilt. „Sowas darf es bei uns nicht geben. Verletzte gehen nicht. So kann es nicht weitergehen. Wir müssen Maßnahmen ergreifen“, betonte Aufsichtsratsvorsitzende Mathias Beck.
Die Entscheidung von VfB-Stürmer Undav bezüglich seiner Zukunft bleibt indes abzuwarten. Die Eintracht selbst präsentierte ihren neuen Trainer, ein Signal der Stabilität in turbulenten Zeiten. Die Frankfurter Fans können sich darauf verlassen, dass der Verein alles daransetzt, die sportlichen Missstände der letzten Saison hinter sich zu lassen und den eingeschlagenen wirtschaftlichen Kurs fortzusetzen. Die App des Vereins wird unterdessen von über drei Millionen Sportfans genutzt, ein Beweis für die wachsende digitale Reichweite des Traditionsvereins.
