Eintracht frankfurt: europa-traum zerplatzt in dortmund!

Schalke 04 – ein Name, der in der Bundesliga-Saison 2025/26 für Kopfschütteln und unzählige Fragezeichen sorgte. Doch während andere Teams am Abgrund balancieren, kämpft Eintracht Frankfurt mit einem anderen Problem: der Unfähigkeit, Konstanz zu finden. Der gestrige 2:3-Auswärtsschlacken in Dortmund markierte einen weiteren Tiefpunkt und lässt den Traum von der internationalen Qualifikation in weite Ferne rücken.

Die dahoud-überraschung und der frühe hoffnungsschimmer

Trainerkoch Albert Riera scheint in seiner Aufstellungspolitik ein Eigenleben zu entwickeln. Die Startelf gegen Dortmund war erneut eine Überraschung, insbesondere der Einsatz von Mo Dahoud im zentralen Mittelfeld. Und tatsächlich zahlte sich diese mutige Entscheidung nach nur zwei Minuten aus. Dahouds brillanter Pass ermöglichte Can Uzun den frühen Führungstreffer. Für einen kurzen Moment schien die Eintracht gewaffnet gegen die Dortmunder Angriffswucht zu sein.

Doch dieses kurze Aufbäumen sollte trügerisch sein. Denn die altbekannten Probleme kehrten prompt zurück. Ein katastrophales Stellungsspiel und individuelle Fehler ermöglichten dem BVB die Wende. Guirassy, Schlotterbeck und Inacio trafen zum 2:3, während die Eintracht-Abwehr wie ein Sieb wirkte.

Ein rätsel, das die frankfurter verantwortlichen beschäftigt

Ein rätsel, das die frankfurter verantwortlichen beschäftigt

Die Frage, wie es möglich ist, dass eine Mannschaft mit Nationalspielern in der Verteidigung so anfällig agiert, beschäftigt die Frankfurter Verantwortlichen. Sportvorstand Markus Krösche sprach von einem „Problem, das uns die ganze Saison begleitet“, und das ist wohl kaum zu übertreiben. 63 Gegentore in 33 Spielen – nur die Absteiger Heidenheim und Wolfsburg sind noch schlechter. Ein erschreckender Wert, der die Frage aufwirft, ob die derzeitige Defensivstrategie überhaupt bundesligatauglich ist.

Die Leistung nach der Pause war bestenfalls mau. Riera schien sich selbst mit seiner Einschätzung des Spiels nicht ganz einig, lobte zwar den „großen Einsatz“, konnte aber auch nicht umhin zu geben, dass das Gezeigte weit entfernt von einer Top-Leistung war. Ein klassisches Beispiel für einen Trainer, der versucht, das Beste aus einer schwierigen Situation zu machen, aber letztlich an den eigenen Defiziten scheitert.

Europa unwahrscheinlich – ein neuanfang ist nötig

Europa unwahrscheinlich – ein neuanfang ist nötig

Die Chancen auf die Qualifikation für Europa sind nun minimal. Ein Sieg gegen den Hamburger SV würde zwar helfen, aber auch der VfB Stuttgart muss gewinnen, um sich den letzten verbliebenen Platz zu sichern. Die Eintracht muss sich auf eine Saison ohne internationale Spiele einstellen. Ein schmerzhafter Rückschlag, der jedoch auch eine Chance für einen Neuanfang darstellt. Ein Umbruch im Kader und eine neue taktische Ausrichtung könnten notwendig sein, um in der kommenden Saison wieder erfolgreicher zu sein.

Am Ende blieb ein bitteres Gefühl und die Erkenntnis, dass die Eintracht Frankfurt noch vor großen Herausforderungen steht. Die Tränen von Jonny Burkardt nach seinem späten Anschlusstreffer zeigten, wie sehr es den Spielern leid tut. Doch Tränen allein reichen nicht aus. Es braucht eine ehrliche Analyse, einen konsequenten Umbruch und vor allem eine neue Mentalität, um den Abwärtstrend zu stoppen.