Ehe-ski-boss pavlek: luxus, schönheits-ops und 30 millionen euro teuer!

Ein Skandal erschüttert den kroatischen Skisport: Vedran Pavlek, einst olympischer Teilnehmer und langjährige Spitze des kroatischen Skiverbandes (HSS), schwebt in einem Korruptionsverdacht, der die Summe von mindestens 30 Millionen Euro verschlingt. Die Ermittlungen führten quer durch Europa und gipfelten in seiner Festnahme in Istanbul – ein Fall, der fast wie aus einem Thriller stammt.

Pavleks netzwerk der korruption: eine spur durch europa

Laut der kroatischen Antikorruptionsbehörde USKOK soll Pavlek über einen Zeitraum von zwölf Jahren Gelder in Höhe von mindestens 30 Millionen Euro veruntreut haben. Die Methode? Er soll als Kopf einer internationalen Organisation Verträge mit Scheinfirmen abgeschlossen haben, ohne dass die versprochenen Leistungen jemals erbracht wurden. Das Netz der Beteiligten erstreckte sich über Österreich, Liechtenstein, die Schweiz, Monaco, Ungarn und die Slowakei – ein bemerkenswertes Ausmaß an grenzüberschreitender krimineller Aktivität.

Die veruntreuten Gelder flossen, so USKOK, in Luxusgüter und sogar Schönheitsoperationen. Rund ein Drittel der Summe landete auf ausländischen Konten, die Pavlek kontrollierte. Ein Detail, das die Dimension des Betrugs noch einmal unterstreicht.

Fluchtversuch und untersuchungshaft

Fluchtversuch und untersuchungshaft

Während in Zagreb über seine Untersuchungshaft verhandelt wurde, versuchte Pavlek, die Flucht nach draußen anzutreten. Doch sein Plan scheiterte: Er wurde in der Türkei festgenommen, wo Ermittler sein Mobiltelefon und andere persönliche Gegenstände sicherstellten. Kroatische Behörden beantragten umgehend einen internationalen Haftbefehl und drängen auf eine schnelle Auslieferung.

Das Gericht ordnete daraufhin eine einmonatige Untersuchungshaft für Pavlek und vier weitere der insgesamt sechs Beschuldigten an. Die Begründung: Fluchtgefahr, die Möglichkeit der Zeugenbeeinflussung und die Gefahr der Wiederholung von Straftaten. Pavlek selbst nahm zwischen 1992 und 1998 dreimal an Olympischen Spielen teil, bevor er Mitte März 2025 seine Position als Verbandschef niederlegte – nur wenige Wochen vor dem öffentlichen Aufdecken des Skandals.

Die Festnahme Pavleks wirft ein jähes Licht auf die finanzielle Integrität des kroatischen Skisports und stellt die Frage nach der Aufsicht und Kontrolle innerhalb des Verbandes in den Raum. Die USKOK kündigte weitere Ermittlungen an, um das gesamte Ausmaß der Veruntreuungen aufzudecken und alle Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Summe von 30 Millionen Euro ist eine Ohrfeige für den Sport und ein Schlag ins Gesicht aller, die sich für Ehrlichkeit und Transparenz einsetzen.