Effenberg warnt nagelsmann: rotation vor ecuador riskant!
Die Debatte um die Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft im letzten Gruppenspiel der WM gegen Ecuador brodelt – und Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg warnt vor einer allzu drastischen Veränderung. Der frühere Libero hält eine Rotation für unnötig und sogar gefährlich, da sie den hart erkämpften Rhythmus der DFB-Elf gefährden könnte.

Der rhythmus muss gewahrt bleiben
„Das könnte vieles kaputtmachen, was sich die Mannschaft in den ersten beiden Spielen erarbeitet hat“, erklärte Effenberg gegenüber T-Online. Bundestrainer Julian Nagelsmann denkt zwar darüber nach, einigen Stammspielern eine Pause zu gönnen und Nachwuchsspielern eine Chance zu geben, doch Effenberg plädiert vehement für Kontinuität. Er argumentiert, dass die Formation, die in den bisherigen Partien gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) zum Erfolg führte, beibehalten werden sollte.
Die Tatsache, dass Deutschland bereits Gruppensieger ist und das Spiel gegen Ecuador somit sportlich wenig zu bedeuten hat, sollte nicht zum Anlass für weitreichende personelle Veränderungen genommen werden. Selbst Topscorer Deniz Undav, der mit drei Toren und zwei Vorlagen glänzt, soll nicht auf die Bank befördert werden. „Dass jetzt am Donnerstag plötzlich Oliver Baumann für Manuel Neuer im Tor steht oder Undav von Anfang an spielt, weil es ja gegen Ecuador vornehmlich um nichts mehr geht? Davon halte ich nichts“, so Effenberg deutlich.
Die Gefahr einer Desorientierung ist laut Effenberg gegeben, sollte Nagelsmann in der Startaufstellung zu viele Veränderungen vornehmen. „Drei, vier oder sogar fünf Wechsel in der Startelf – das wäre der größte Fehler, den er machen könnte. Das darf nicht sein“, betonte der 35-malige Nationalspieler. Er sieht in Undav einen Spieler, der genau die Rolle erfüllt, die Nagelsmann für ihn vorgesehen hat.
Die Entscheidung liegt nun bei Nagelsmann. Er muss abwägen zwischen der Belastung seiner Stammkräfte und dem Wunsch, weiteren Spielern Spielzeit zu ermöglichen. Effenberg hat seine Meinung jedoch deutlich gemacht: Der Rhythmus, der in den ersten beiden Spielen gefunden wurde, sollte nicht aufs Spiel gesetzt werden. Denn eines ist klar: Ein unnötiges Experiment könnte den positiven Schwung der DFB-Elf im Keim ersticken und die Vorfreude auf die kommenden Aufgaben trüben.
