Effenberg kritisiert hoeneß: eberls situation belastet bayern!
München – Die Debatte um Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl eskaliert weiter. Ehemaliger Weltmeister Stefan Effenberg hat im „Doppelpass“ von Sport1 scharfe Kritik an Uli Hoeneß geäußert und die Brisanz der aktuellen Situation unterstrichen. Der FC Bayern steckt in einer schwierigen Phase, und Effenberg sieht eine deutliche Ursache dafür in der Art und Weise, wie der Ehrenpräsident mit Eberl umgeht.

Hoeneß' verhalten als kontraproduktiv
„Grundsätzlich ist es sehr schade für den Max, dass er vor einem Finale solche Fragen beantworten muss“, kommentierte Effenberg die jüngsten Äußerungen Hoeneß’ im Spiegel. Der Zeitpunkt sei „total unglücklich und schlecht platziert“ gewesen. Statt über das entscheidende Pokalfinale und taktische Aspekte zu sprechen, müsse sich Eberl rechtfertigen. „Da hat der Uli dem Max keinen Gefallen getan. Man hätte das anders lösen können, vielleicht auch müssen.“
Effenberg betonte, dass Eberl „großartige Leistungen“ für den FC Bayern erbracht habe und Hoeneß’ Verhalten daher unangebracht sei. Er brachte sogar die These ins Spiel, dass die Äußerungen des Ehrenpräsidenten ein Test für den Sportvorstand gewesen sein könnten: „Vielleicht war das auch nur ein Test der Verantwortlichen: ihn in diese Situation zu bringen und zu schauen, wie er damit umgeht.“
Die Einschätzung von Hoeneß, die Chancen auf Eberls Verbleib mit „60:40“ zu beziffern und gleichzeitig Zweifel zu äußern, hat die Situation weiter verschärft. Effenberg relativierte jedoch, dass ein Verantwortlicher bei einem Verein wie dem FC Bayern eine gewisse Kritik aushalten müsse.
Hasan Salihamidzic, ebenfalls zu Gast im „Doppelpass“, zeigte Verständnis für die Medienbelastung, mit der Eberl konfrontiert ist. „Max macht das ziemlich souverän und das funktioniert ganz gut“, lobte er. Salihamidzic spielte zudem auf die Erfahrung an, dass „wenn der Uli nichts sagt, das schon Lob ist. Und wenn er 60 Prozent sagt, dann ist das schon viel mehr als Lob.“
Die Worte Effenbergs unterstreichen die angespannte Lage beim FC Bayern und werfen ein Schlaglicht auf die internen Dynamiken. Es bleibt abzuwarten, ob Eberl die Situation professionell meistern und den Verein weiterhin erfolgreich führen kann. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.
