Effenberg jagt sané: letzte wm-chance vergeigt, ist er weg

Leroy Sané packt die Koffer für die Nationalelf – und kriegt prompt die Kante von Stefan Effenberg. „Wackelkandidat“, knallt die Bayern-Legende. Der Galatasaray-Flügelspieler darf gegen die Schweiz und Ghana nicht einfach nur mitlaufen, sondern muss beweisen, dass er in die Endrunde gehört, sonst fliegt er auf der Strecke.

Effenberg zieht den daumen nach unten

Effenberg zieht den daumen nach unten

Sechs Tore, vier Vorlagen, 21 Liga-Einsätze – das reicht Effenberg nicht. „Die Zeit wird langsam knapp“, schreibt er in seiner t-online-Kolumne. Für den 30-Jährigen sei die März-Nominierung „vielleicht sogar seine letzte Chance“, mit der DFB-Elf bei einem großen Turnier dabei zu sein. Nagelsmann wird ihn genau unter die Lupe nehmen, dann fällt die endgültige Entscheidung.

Erinnerungen an den Herbst 2025 wach werden: zweimal Länderspielpause, zweimal kein Sané. Der Wechsel nach Istanbul war aus Sicht des Bundestrainers ein Abstieg in die zweite Garnitur. Die Champions-League-Pleite gegen Liverpool (0:4) dürfte das Bild nicht gerade aufgehellt haben.

Sané selbst schweigt, arbeitet, lächelt. Aber er kennt die Zahlen: In der Türkei ist er Top, in der Rangliste der deutschen Außenbahnspieler aber nur noch ein Name unter vielen. Musiala, Wirtz, Adeyemi – alle jünger, alle hungriger. Effenberg formuli es so knapp wie gnadenlos: „Er muss jetzt kämpfen – sonst ist es zu spät.“

Nächste Woche in Leipzig und drei Tage später in Kassel wird sich zeigen, ob Sané die Warnung verstanden hat. Ein schwacher Auftritt, und der Flug zur WM im Sommer wird für ihn zur Gedächtnisübung. Die Uhr tickt. Laut. Für ihn wie für die deutsche Mannschaft, die endlich wieder einen Sieger braucht, nicht nur einen Flügelspieler mit Promi-Status.