Ecdc memmingen krönt sich zum siebten mal – berliner eisbären zerzaust

Die Frauen des ECDC Memmingen haben die Play-off-Serie gegen die Eisbären Berlin in Rekordzeit abgeschossen. Nach nur drei Spielen stand die siebte Meisterschaft fest – und das vor 2.679 Fans, die in der Halle am Hühnerberg mit jedem Treffer lauter wurden.

Der 4:2-Sieg im Finalspiel war keine Demonstration, sondern eine Demonstration der Routine. Nara Elia traf früh, Theresa Knutson schraubte spät den Deckel drauf, Jule Schiefer erledigte die Arbeit dazwischen. Die Eisbären liefen hinterher, konnten aber nichts mehr reissen.

Ein kader, der keine fragen offen lässt

Die Berliner hatten in Spiel eins und zwei noch für Kurzschlussreaktionen gesorgt, doch das war’s dann auch. Memmingens Bank ist einfach zu lang, zu schnell, zu deutsch – acht Nationalspielerinnen tragen das Logo des Clubs. Die Eisbären stemmten sich, verloren aber jedes Zweikampf-Duell, das zählte.

Die Zahlen sind schon jetzt historisch: sieben Titel in elf Jahren, nur einer fehlt zum Rekord der ESG Planegg. Die haben sich 2022 aus der DFEL verabschiedet, Memmingen übernahm seither das Zepter – und gibt es nicht mehr her.

Nur vier deutsche klubs bleiben übrig

Nur vier deutsche klubs bleiben übrig

Während die Spielerinnen auf dem Eis jubelten, schrumpfte die Liga still im Hintergrund. Mit nur vier deutschen Teams plus dem ungarischen HK Budapest ist die höchste Spielklasse zum Miniclub geworden. Die Meisterschaft ist trotzdem hart, weil Memmingen den Massstab setzt und alle anderen vor allem eins tun: zuschauen.

Kapitänin Daria Gleißner hob den Pokel, die Fans sangen „Memmingen über alles“ – und irgendwer in Planegg wird gerade gemerkt haben, dass der Rekord nur noch Formsache ist. Nächstes Jahr wird die Jagd fortgesetzt, doch wer soll das Team bremsen? Die Eisbären haben es versucht und sind auf der Strecke geblieben.