Ebola-alarm vor wm: mexiko schränkt einreise aus risikogebieten ein

Nur noch wenige Tage trennen uns vom Start der Fußball-Weltmeisterschaft, doch ein unerwarteter Schatten legt sich über das Großereignis: Angesichts eines Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika haben mexikanische Fluggesellschaften drastische Reisebeschränkungen verhängt. Die Maßnahme wirft Fragen nach der Sicherheit der teilnehmenden Teams und der Durchführung des Turniers auf.

Fluggesellschaften reagieren auf gesundheitsrisiko

Fluggesellschaften reagieren auf gesundheitsrisiko

Aeromexico, Viva und Volaris, die größten mexikanischen Fluglinien, haben angekündigt, die Einreise für Reisende, die sich in den letzten 21 Tagen in Uganda, der Demokratischen Republik Kongo oder im Südsudan aufgehalten haben, zu beschränken. Die Regelung gilt vorerst für 60 Tage und soll das Risiko einer Einschleppung des gefährlichen Virus nach Mexiko minimieren. Ein besonders heikles Thema, da Mexiko eines der drei Gastgeberländer ist und am 11. Juni das Eröffnungsspiel gegen Südafrika in Mexiko-Stadt austragen wird.

Die Demokratische Republik Kongo, ebenfalls Teilnehmer an der WM, hat ihr Trainingslager in Houston, Texas, vorgesehen. Hier stellt sich die Frage, wie die kongolesische Mannschaft, die bereits 1974 als Zaire an einer WM teilnahm, in die USA reisen wird. Laut WM-Verantwortlichem Andrew Giuliani müssen sich alle Spieler und Offizielle für drei Wochen in einer Art „Blase“ isolieren, um eine mögliche Kontamination zu verhindern. Die Anreise nach Houston, wo die Mannschaft am 17. Juni gegen Portugal in Gruppe K antreten wird, könnte somit zu einem logistischen und sportlichen Kraftakt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: Seit Beginn des Ausbruchs wurden bereits 223 mutmaßliche Ebola-Todesfälle gemeldet, davon 17 bestätigte. Das tatsächliche Ausmaß der Krise dürfte jedoch noch deutlich höher liegen. Die Entscheidung der mexikanischen Fluggesellschaften und die angedrohten Quarantänemaßnahmen in den USA zeigen, dass die WM-Organisatoren die Bedrohung ernst nehmen. Die weiteren Gruppenspiele der DR Kongo finden in Guadalajara (gegen Kolumbien) und Atlanta (gegen Usbekistan) statt.

Die US-Regierung hat im Namen der drei Gastgeberländer angekündigt, zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen, jedoch blieben die Details bislang unklar. Die Situation ist angespannt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in Zentralafrika entwickelt und welche weiteren Auswirkungen sie auf die WM haben wird. Die Gesundheit der Athleten und die Sicherheit des Großereignisses haben oberste Priorität.

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