Dzodic zurück: almería schlägt fifa-virus mit serben-deal

Stefan Dzodic steht am Sonntag auf dem Rasin. Punkt. Die UD Almería hat den Mittelfeldspieler aus dem Griff der serbischen U-21-Nationalmannschaft losgekauft – und damit das erste spanische Zweitligaclub-Knacken des FIFA-Fensters hingelegt.

Rubi kassiert seinen joker einen tag vor real sociedad b

Der Katalane bestätigte am späten Nachmittag, dass Dzodic bereits gestern nach Andalusien zurückflog. „Er kam gegen 18.30 Uhr an, hat heute trainiert, ist fit“, sagte Rubi. Die Frist für die Nominierung läuft heute um 23.00 Uhr – Dzodic wird draufstehen. Der 20-Jährige war am Dienstag noch in Antalya aufgelaufen, bestritt 45 Minuten gegen Kirgisistan, doch das geplante zweite Spiel gegen Japan fiel aus. Die serbische Verbandsspitze zog die Reißleine, Almerías Sportdirektor Mario Armisén lief parallel die Unterschriften. Ergebnis: Dzodic darf vorzeitig abreisen, ohne die FIFA-Regeln zu brechen, weil das zweite Länderspiel gestrichen wurde.

Für Rubi ist das mehr als nur ein Kaderspiel. Sein 4-2-3-1 lebt von Dzodics vertikalen Vertikalpässen zwischen den Linien. In den letzten drei Partien vor der Länderspielpause stieg seine Einsatzzeit von 14 auf 67 Minuten – ein Aufwärtstrend, der nun ohne Unterbrechung weitergehen soll. Die Alternative wäre ein Umstieg auf ein defensiveres Mittelfeld mit Curro Torres oder ein Einsatz von Lucas Robert, der gerade aus dem Knie-Problem kommt.

Keine ausfälle, dafür ein seitenhieb auf die liga

Keine ausfälle, dafür ein seitenhieb auf die liga

Almería ist damit das einzige Team der Segunda División, das komplett auf Ausfälle verzichten kann. Kein Wunder, dass Rubi die Gelegenheit nutzt, um erneut den fehlenden Länderspielstopp in der zweiten Liga anzuprangern: „Es irritiert mich, dass Klubs das mittragen. Wir reden hier von fairen Wettbewerb, nicht von Almería-Gunst.“ Mit dem Verweis auf die Solidarität der Vereinsbosse trifft er den wunden Punkt: Erst wenn alle Betroffenen gemeinsam Druck machen, wird die LFP den Spielplan reformieren. Bis dahin bleibt der Klub auf solche Deals angewiesen – und auf Spieler, die bereit sind, zwischen Kontinenten zu pendeln, ohne zu murren.

Für die Anhänger bedeutet das: ein volles Estadio de los Juegos Mediterráneos bei Sonnenuntergang, ein Startplatz für Dzodic und ein echtes Sechs-Punkte-Spiel gegen die Basken. Almería liegt zwei Zähler hinter dem Aufstiegsplatz, Real Sociedad B hat nur noch theoretische Chancen. Ein Sieg würde die Indálicos zumindest über Ostern in der Top-6 halten. Dzodic selbst will nach dem Abpfiff nicht nach Belgrad fliegen, sondern direkt in die Kabine – und dort feiern, dass er das FIFA-Virus ausgehebelt hat.