Dzeko muss 40. geburtstag auf der tribüne feiern – schalke wehrt sich

Edin Dzeko hat seinen 40. Geburtstag auf der Bank verbracht – und muss nun auch die nächsten beiden Spiele von dort aus erleben. Der DFB-Sportgerichtshof sperrte Schalkes Stürmerstar für zwei Partien, weil er Hannovers Husseyn Chakroun am Sonntag mit einem Tritt gegen den Oberbauch aus dem Spiel genommen hatte. Die Königsblauen legten sofort Einspruch ein, doch die Chance auf Erfolg ist gering.

Warum schalke die sperre als „übertrieben“ empfindet

Frank Baumann, Sportvorstand des Tabellenführers, spricht von einer „Gesundheitsgefährdung, die nicht vorlag“. Das DFB-Gericht sieht das anders: Es wertete das Foul als „rohes Spiel“, weil Dzeko den Fuß in einem Zweikampf zu hoch führte. Schalke argumentiert, der Kontakt sei unbeabsichtigt und Chakroun nicht ernsthaft verletzt worden. Doch der Einzelrichter folgte der Linie, dass Intention nicht über Kompensation entscheidet – sondern allein die Gefahr, die entsteht.

Trainer Miron Muslic hatte Schiedsrichter Robin Braun nach dem Spiel bei Sky öffentlich angegriffen: „Es fehlt ihm das Fingerspitzengefühl.“ Die Aussage dürfte dem Klub nun zusätzlich Probleme bereiten – die DFB-Kontrollkommission prüft bereits ein mögliches Verfahren wegen unsportlichen Verhaltens.

Was schalke ohne dzeko verliert

Was schalke ohne dzeko verliert

Dzeko war vor seinem Platzverweis der Mann, der die Partie drehte. Sein Kopfballtor zum 2:0 schien die Weichen auf Sieg zu stellen. Ohne ihn bröckelte die Deckung: Hannover kam in der 88. und 90. Minute noch zum Ausgleich. Zwei Punkte weg – und die Lücke nach Rang drei schrumpft auf drei Zähler.

Fällt die Sperre doch, verpasst Dzeko das Topspiel am Samstag in Darmstadt sowie das Ostersonntag-Heimspiel gegen Karlsruhe. Für einen 40-Jährigen, der bislang 18 Saisontore erzielt hat, ist das ein echter Kraftakt: Er muss seine Fitness über die Länderspielpause retten, ohne Rhythmus. Die Konkurrenz um die Aufstiegsplätze dankt.

Die nächsten Tage entscheiden, ob Schalke mit oder ohne ihren Anführer in den Endspurt startet. Ein Urteil des DFB-Berufungsausschusses gilt bereits am Freitag als möglich. Sollte der Einspruch abgewiesen werden, dürfte selbst der klare Vorsprung an der Tabellenspitze nicht mehr reichen – die Saison droht ungewollt spannend zu werden.