Dybala bricht training ab – 15. saisonausfall droht

Es ist eine Geschichte, die sich in dieser Saison schon zu oft wiederholt hat. Paulo Dybala musste das Training am Mittwochmorgen vorzeitig abbrechen – wieder einmal wegen seines linken Knies. Dabei hatte es in den vergangenen Tagen eigentlich hoffnungsvolle Signale gegeben: Rückkehr ins Mannschaftstraining, positive Stimmung, vorsichtiger Optimismus. Alles Makulatur.

Gasperini verliert gleich zwei spieler auf einmal

Für Trainer Gian Piero Gasperini kommt der Rückschlag zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Das Auswärtsspiel in Genuagegen Sampdoria rückt näher, und nun fehlt ihm nicht nur Dybala – auch Matías Soulé fällt wegen einer Schambeinentzündung aus. Zwei Offensivspieler weg, der Kampf um einen Champions-League-Platz läuft auf Hochtouren. Das ist kein Pech mehr. Das ist ein strukturelles Problem.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Sollte Dybala das Spiel in Marassi tatsächlich verpassen, wäre es sein 15. Saisonausfall. Muskelverletzungen, Knieprobleme – der Argentinier findet einfach keinen stabilen Rhythmus. Sein letztes Pflichtspiel bestritt er am 25. Januar beim Heimspiel gegen Milan. Seitdem: Stille.

Die arthroskopiefrage, die niemand laut stellt

Die arthroskopiefrage, die niemand laut stellt

Vor einigen Wochen lehnte Dybala einen arthroskopischen Eingriff ab. Eine Entscheidung, die man damals nachvollziehen konnte – schließlich wollte er so schnell wie möglich zurück auf den Platz. Heute, nach dem erneuten Abbruch, wirkt diese Wahl in einem anderen Licht. Vielleicht hätte der Eingriff das Problem ein für alle Mal gelöst. Vielleicht nicht. Sicher ist nur: Der jetzige Weg funktioniert nicht.

Die Mediziner von AS Roma müssen nun klären, ob es sich um eine wiederkehrende Entzündung handelt oder ob dahinter etwas Ernsteres steckt. Die Antwort darauf wird nicht nur über die nächsten Wochen entscheiden, sondern möglicherweise über die gesamte Zukunft des frischgebackenen Vaters in Italien.

Ein abschied, der sich still ankündigt

Ein abschied, der sich still ankündigt

Dybalas Vertrag läuft im Juni 2025 aus. Bei 15 verpassten Spielen und einem Körper, der sich gegen jede Belastung zu sperren scheint, ist ein Verbleib bei Roma kaum noch vorstellbar. Was als letzte große Saison in der Serie A gedacht war, entwickelt sich zur lautlosesten Verabschiedung, die sich ein Spieler seines Formats verdient hätte. La Joya verdient eigentlich Standing Ovations – bekommt aber immer öfter nur Mitleid.