Duscher: argentinischer fußball-lehrer träumt von spanien
Aldo Duscher, einst solider Defensivstratege auf deutschen Fußballplätzen, blickt nach vorn – und insibernd nach Spanien. Der 44-Jährige, der in seiner Karriere für Deportivo La Coruña, Racing Santander, Sevilla und Espanyol aktiv war, hat den Fußballhauch des Landes tief eingeatmet und sehnt sich nach einer Trainerstation in La Liga.

Ein fußballer wie messi: leidenschaft und instinkt
Duscher, der in seiner aktiven Zeit stets für Stabilität im Mittelfeld sorgte, ist einer von vielen argentinischen Trainern, die in Europa hoch gehandelt werden. Seine Philosophie ist einfach: „Fußball ist so schön, weil mit jeder Strategie man gewinnen kann.“ Diese Einstellung, gepaart mit der unbändigen Leidenschaft, die typisch für argentinische Fußballlehrer ist, macht ihn zu einem gefragten Spezialisten.
Elf Jahre verbrachte Duscher als Spieler in Spanien, und ein Teil seiner Familie hat sich hier ein Zuhause geschaffen. „Meine Familie liebt Spanien, weil es uns viel gegeben hat – und wir es auch“, so Duscher in einem Interview mit MARCA. Besonders verbunden ist er mit A Coruña, wo er sieben Saisons spielte und später die Jugendabteilung des Dépor trainierte.
Aktuell ist Duscher als Trainer der paraguayischen U20-Nationalmannschaft tätig, wo er bereits einen beeindruckenden Kader zusammengestellt hat. „Ich habe 103 Spieler gesehen und diese 23 haben es ins WM-Kader geschafft. Es ist eine Kultur von sehr guten und transparenten Menschen. Ich habe großen Respekt vor Paraguay“, erklärt Duscher.
Doch sein Blick gilt weiterhin nach Europa. „Ich würde gerne die Chance bekommen, in Spanien zu trainieren. Mir gefällt der Fußball dort“, betont er. Und er hat sogar einen konkreten Vorschlag für den spanischen Rekordmeister: „Wenn der Real Madrid Titel will, sollte er Marcelino García Toral engagieren.“ Marcelino, der Duscher in seiner Spielerkarriere stark geprägt hat, ist aktuell vereinslos.
Ein Mentor und ein Freund
„Marcelino hat mich menschlich und fußballerisch tief berührt. Ich spreche oft mit ihm, er ist ein guter Freund, und ich habe ihm immer meine Fragen gestellt“, schwärmt Duscher von seinem ehemaligen Coach. Die Aussage ist ein klares Bekenntnis zu Marcelinos Fähigkeiten und ein indirekter Hinweis darauf, dass Duscher selbst von dessen taktischem Scharfsinn profitiert hat.
Und was die kommende Weltmeisterschaft betrifft? Duscher sieht sowohl Argentinien mit Lionel Messi als auch Spanien als ernstzunehmende Titelanwärter. Besonders das Gerücht, dass Julián Álvarez zum FC Barcelona wechseln könnte, befeuert die Hoffnung: „Er ist einer der besten Spieler, die Argentinien hat. Wenn dieser Transfer zustande kommt, wird Barcelona einen Volltreffer landen.“
Duscher weiß: „Dies ist ein Marathon, kein Sprint. Man kann sich schnell zu Tode hetzen.“ Seine Strategie ist es, langfristig zu denken und Strukturen aufzubauen, die zu nachhaltigem Erfolg führen. Das nächste Kapitel seiner Trainerkarriere wird es zeigen, ob er dabei in Spanien seine Chance erhält.
