Ducati schlägt zurück: bezzecchis siegserie in jerez bedroht

Nach 21 Tagen Stille knallt es wieder in Spanien. Bezzecchi darf in Jerez die US-Trophäe nur kurz anstarren – die Iberer wollen den Italiener endlich stoppen. Marc Márquez jagt seinen ersten Saison-Sieg wie ein Gehetzter, und die Ducati-Armee hat schon in der ersten Session die Krallen ausgefahren.

Di giannantonio jagt bestzeit mit frischem gummi

Fabio Di Giannantonio war es, der in der FP1 die Warnung versandte. Die VR46-Granate stoppte die Uhr bei 1:37,0 – aber nur, weil er in den letzten Sekunden noch einmal neue Reifen montierte. Die roten Bikes aus Borgo Panigale legen ein paar PS zu, während die Honda-Brüder Márquez sich an ihren RC213V nageln. Marc liegt nur eine Zehntel hinter Álex, doch die Nummer 93 braucht keine halben Sachen: Er will die 25 Punkte oder nichts.

Pecco Bagnaia experimentiert mit dem Doppel-Medium-Kompakt, doch die GP26 will einfach nicht bremsen. Der Weltmeister rutscht trotz Handstand- Talent durchs Kiesbett – ein Déjà-vu, das Ducati-Ingenieure wach durch die Nacht rechnen lässt.

Martín fällt schon beim warm-up-test

Martín fällt schon beim warm-up-test

Jorge Martín schafft das Unmögliche: Erst in Austin während der Ehrenrunde weggeputscht, nun in Jerez in die Kiesfalle gestampft – auf dem Weg zur Startprozedur. Der Madrilene bleibt sitzen, schüttelt den Helm und lacht bitter. Seine 0-Punkte-Strähne droht zum Psychokrimi zu werden.

Der Circuito de Jerez-Ángel Nieto wartet mit 110,6 km und 13 Kurven auf, acht rechts, fünf links. 25 Runden lang wird am Sonntag um 14:00 Uhr gezittert, geflucht und gedrückt. DAZN zeigt kostenlos nach Registrierung, Movistar+ schaltet durch, Telecinco und BeMad springen ebenfalls ein. Wer nichts verpassen will, schnappt sich den VideoPass – 129 Euro für die Saison, aber nach diesem Freitag fühlt sich das wie ein Schnäppchen an.

Die WM-Tabelle? Noch völlig offen. Bezzecchi führt, Martín brennt, Márquez hungert. In Jerez kocht das Fett in der Pfanne – und die nächste Kurve kommt garantiert schneller als die Antwort auf die Frage, wer im November in Valencia den Titel trägt.