Draper zerbricht djokovic in indian wells – alcaraz marschiert weiter
Jack Draper hat seinen eigenen Mythos geschrieben. Der 24-jährige Linkshendler schickte Novak Djokovic mit 6:4, 4:6, 7:6 (7:5) nach Hause und sorgte für das größte Achtelfinal-Drama der diesjährigen ATP-Masters-Saison. Djokovic, 38, verpasste damit nach zehn Jahren erstmals wieder das Viertelfinale in der kalifornischen Wüste.
Draper spielt djokovic mit stopps und seelenfängern an die wand
Die Zahlen lügen nicht: 23 Stoppbälle, 17 Winner, nur neun unerzwungene Fehler – Draper lief Djokovic die Seebe aus dem Leib. Der Serbe wirkte nach 2:48 Stunden wie ausgepumpt, die Beine schwer, der Blick leer. Es war die erste Niederlage nach seiner Final-Pleite gegen Carlos Alcaraz in Melbourne – und sie kam mit Ansage.
Alcaraz selbst ließ neben dem Centre Court Casper Ruud mit 6:1, 7:6 (7:2) abblitzen und bleibt damit in 2026 ungeschlagen. Der 22-jährige Spanier trifft nun im Viertelfinale auf den US-Boy Ben Shelton, während Draper im Halbfinale auf Daniil Medwedew wartet – ein Duell, das bereits jetzt als Kandidat für das Match des Jahres gilt.

Djokovic verpasst historische chance – und das hat folgen
Mit dem Aus scheidet Djokovic nicht nur aus dem Turnier, sondern auch aus der Debatte um die Weltranglisten-Spitze. Die 200 Punkte für das Viertelfinale hätten ihn an Jannik Sinner heranrücken lassen können. Stattdessen bleibt der Serbe auf Platz drei – und muss zusehen, wie die neue Generation die Tour übernimmt.
Für Draper ist es der zweite Turnierauftritt nach seiner fünfmonatigen Arm-Pause. „Ich habe nur gespielt, was ich fühle konnte“, sagte er nach dem Match. „Und das war genug, um einen der Größten zu schlagen.“ Die Arena tobte, als Djokovic den letzte Ball ins Netz setzte. Ein Moment, der in die Geschichtsbücher der BNP Paribas Open eingehen wird – nicht wegen des Rekordchampions, sondern wegen des Jungen, der ihn stoppte.
