Dortmunder schocktherapie: bvb dreht vfb-überlegenheit im stileminute!
Stuttgart – Eine Lehrstunde in Effizienz und mentale Stärke: Borussia Dortmund hat am Sonntagabend im Duell der Titelaspiranten den VfB Stuttgart mit 0:2 (0:0) geschlagen und damit einen wichtigen Schritt zur Meisterschaft gemacht. Die Schwaben, die über weite Teile des Spiels die klare Überlegenheit demonstrierten, wurden von einem blitzsauberen Konterangriff und einer eiskalten Dortmunder Schlussphase überrascht.

Hoeneß' serienbruch: der bvb knickt nicht
Für den VfB war es ein bitterer Rückschlag im Kampf um die Champions League. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß dominierte das Spielgeschehen, fand aber immer wieder an Gregor Kobel die unüberwindbare Barriere. Die Dortmunder hingegen, die bis dato eine schwache Vorstellung ablieferten, schlugen im Nachspielzeitminute blitzschnell zu. Karim Adeyemi, der bis dato eher abgemauert war, erzielte nach einer präzisen Verlängerung den Siegtreffer. Julian Brandt ließ es dann in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit einem technisch brillanten Abschluss noch einmal krachen und stellte den Endstand her.
Die Personalien Undav und Schlotterbeck sorgten vor dem Spiel für zusätzliche Brisanz. Der von Bundestrainer Nagelsmann kritisierte Undav und Schlotterbeck, dessen Aussagen über seine Zukunft beim BVB für Unruhe sorgten, standen im Fokus der Öffentlichkeit. Doch auf dem Platz bewiesen die Dortmunder, dass sie sich von außen nicht beirren lassen.
Der VfB kontrollierte das Spielgeschehen, drängte den BVB tief in seine eigene Hälfte und erzeugte immer wieder gefährliche Situationen. Chris Führich und Angelo Stiller scheiterten jedoch an Kobels Glanzleistungen, während Führichs Freistoß aus aussichtsreicher Position knapp am Tor vorbeiflog. Das Fehlen der nötigen Durchschlagskraft im Abschluss wurde den Schwaben letztlich zum Verhängnis.
Alexander Nübel im Dortmunder Tor hatte einen ruhigen Abend, bis die Offensive der Borussia in der Schlussphase plötzlich aufdrehte. Beier und Guirassy waren kaum in Szene zu bringen, während Chukwuemeka kurz vor der Pause für den einzigen nennenswerten BVB-Angriff sorgte. Doch die Dortmunder schlugen dann zu – und das mit verheerender Wirkung. Adeyemys Treffer war der Auftakt zu einem furiosen Finish, das die Schwaben völlig aus dem Konzept brachte.
Die Bilanz spricht für sich: Der BVB bleibt die stärkste Mannschaft der Rückrunde und festigt seine Position an der Tabellenspitze. Die Niederlage stellt für den VfB eine herbe Enttäuschung dar, zeigt aber auch, dass in der Bundesliga jeder Punkt hart erkämpft werden muss. Der Traum von der Champions League ist damit vorerst geplatzt.
