Dortmund wirft das handtuch – eichhorn-deal platzt wegen 20-millionen-forderung

Kennet Eichhorn bleibt vorerst ein Herthaner. Borussia Dortmund hat den Faden gerissen und sich aus dem Poker um das größte deutsche Mittelfeld-Talent des Jahrhunderts verabschiedet. Grund: Die Forderung nach zehn Millionen Euro Handgeld plus neun Millionen Euro Ablöse sprengt selbst die Schwarz-Gelbe Schmerzgrenze.

Der preis, der den bvb abschreckt

Hinter den Kulissen war alles angerichtet. Sportdirektor Sebastian Kehl hatte Eichhorn schon im Winter persönlich beobachtet, die Scouting-Berichte lagen auf dem Sch. Doch als die Summe fiel – rund 20 Millionen Euro Gesamtinvest – stockte selbst ein Klub, der für Jude Bellingham 135 Millionen lockermachte. Die Rechnung: Neun Millionen Euro für die Ausstiegsklausel plus elf Millionen Euro für Sign-on-Bonus und Beraterhonorare. Ein Paket, das Dortmund für einen Sechzehnjährigen als „nicht nachvollziehbar“ einstufte.

Der Spielerberater argumentiert, der Marktwert liege eben dort. Die Statistik gibt ihm recht: Kein Deutscher in Eichhorns Jahrgang hatte jemals vor Vollendung des 17. Lebensjahres 28 Pflichtspiel-Einsätze in der 2. Bundesliga, dazu drei Rekorde als jüngster Torschütze und jüngster Assistgeber. Dennoch: Dortmund zieht sich zurück.

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FC Liverpool führt parallel Gespräche, steckt aber in einem Brexit-Korsett. Ohne EU-Pass darf Eichhorn erst mit 18 auf die Insel. Die Lösung: Ein Leihdeal über ein Kontinentalklub, der ihn sofort einsetzen kann. Bayer Leverkusen und Bayern München lauern ebenfalls, doch Leverkusen wartet auf einen Havertz-Plus-Verkauf und Bayern hat mit Pavlovic und Musiala bereits zwei Jungstars auf Eichhorns Position im Kader.

Für Hertha wäre ein Wechsel innerhalb der Bundesliga ein Schock. Die Alte Dame hatte gehofft, den Jungstar mindestens bis 2027 zu halten und dafür die Klausel auf 15 Millionen Euro anzuheben. Doch Eichhorn selbst drängt auf eine Entscheidung vor der neuen Saison. Die Uhr tickt – und die Ablöse steigt mit jedem Spiel.

Am Ende bleibt die Frage, ob ein 16-Jähriger wirklich 20 Millionen wert ist. Die Antwort lautet: Markt regelt – und der Markt sagt knallhart ja.