Dortmund verzichtet auf klassikerlager und fliegt stattdessen nach japan
Borussia Dortmund startet am
14. Juli mit einer Kehrtwende in die Vorbereitung: Kein Trainingslager in der Heimat, keine Wochen in der Einsamkeit. Stattdessen fliegt der BVB vom 26. Juli bis 2. August direkt nach Osaka und Tokio. Ein Statement. Die Japan-Fans bekommen ihre Stars, der Klub die Asia-Millionen. Wer braucht da noch ein Klassikerlager in Kitzbühel?Testspiel gegen die roma ohne ergebnisangst
Am 15. August trifft Dortmund auf die AS Rom. Kein harmloser Freundschaftskick: José Mourinho hat seine Truppe schon wieder scharf geschliffen. Der Blick auf die letzte Partie gegen die Serie-A-Mannschaft zeigt, warum das Spiel wichtiger ist als jedes österreichische Langlaufprogramm. Das Ergebnis steht noch offen, aber der Rhythmus zählt.
Dann kommt der Franz-Beckenbauer-Supercup am 22. August. BVB gegen FC Bayern. Keine Vorbereitungsspielerei mehr, sondern echter Kampf um den ersten Titel der Saison. Nach der 0:5-Heimschlappe im letzten Jahr will Edin Terzić Revanche, und die Fans in der Allianz Arena sind längst heiß.

Der markt brodelt trotz fernost-reise
Parallel zur Tour arbeitet Sportdirektor Sebastian Kehl am Umbau. Die Wechselbörse läuft auf Hochtouren, denn der Kader braucht Frische. Moukoko, Adeyemi und Brandt haben ihre Türen offen gelassen. Ein neuer Sechser und ein Backup für Kobel stehen ganz oben auf der Liste. Die Japan-Reise kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld – 1,8 Millionen Euro Schätzung. Das muss sich im Trikotverkauf amortisieren.
Die Entscheidung gegen ein klassisches Lager ist taktisch. Keine Erschöpfung durch Höhentraining, keine Verletzungsrisiken auf harten Plätzen. Dafür Marketing-Gold und Akklimatisierung für die Club-WM im Winter. Clever oder riskant? Die Antwort kommt erst am 22. August, wenn der Supercup die Saison eröffnet und Terzić seine erste große Bewährungsprobe bestehen muss.
