Almería: sicherheitsstreit vor dem finale – heimfans fühlen sich benachteiligt
Die Anspannung vor dem entscheidenden Relegationsrückspiel zwischen UD Almería und Málaga CF ist nicht nur sportlicher Natur. Ein wachsendes Unbehagen unter den Anhängern der Rojiblancos verdunkelt die Vorfreude auf das Duell, da sie sich durch die Sicherheitsvorkehrungen der Polizei benachteiligt fühlen.
Ein umstrittener routenwechsel für die busse
Nach den Vorfällen beim Hinspiel zwischen Almería und Málaga, bei denen es zu Rangeleien beim Anfahren der Stadien kam, wurde beschlossen, dass der Gästebus fortan über den Haupteingang der Tribüne einfährt. Eine Regelung, die bis dato reibungslos funktionierte. Nun soll der Bus jedoch wieder über die Zone einfahren, in der die Unruhen stattfanden – ein Schritt, der bei den Fans auf heftige Kritik stößt.
Die offizielle Begründung der Polizei liegt in der erwarteten Massenbewegung von Malagueros, von denen schätzungsweise mehrere tausend trotz fehlender Karten die Reise nach Almería antreten werden. Der Haupteingang der Tribüne dient jedoch auch als Zugang für VIP-Gäste, offizielle Vertreter, Medienvertreter, Familien der Spieler und Klubmitarbeiter, wodurch eine Zufahrt für den Gästebus unmöglich wäre. Die Nähe beider Fangruppen wird zwar durch Absperrungen und Polizeikräfte getrennt, doch das Gefühl der Ungleichbehandlung bleibt bestehen.
Während der Almería-Bus die Straße Alcalde Santiago Martínez Cabrejas anfahren wird, dem traditionellen Treffpunkt der Rojiblancos, wird der Bus von Málaga in der Nähe der Gästertribüne eintreffen. Dieser Umstand hat die Gemüter zusätzlich erhitzt.

Auch die vorfeld-organisation sorgt für spannungen
Ein weiterer Zankapfel ist die Zuweisung der Vorfeld-Flächen. Die Malaguistas besetzen nun die Bars in unmittelbarer Nähe zum Stadion, ein beliebter Treffpunkt für die Rojiblancos vor den Heimspielen. Die Polizei hat die Festlegung der Plaza Lentisco als zentralen Treffpunkt für die Anhänger der Grada Joven, der aktiven Fangruppe von Almería, berücksichtigt, ebenso wie die neu eingerichtete Fan Zone. Die Entscheidung wird von vielen als Bevorzugung der Gästefans wahrgenommen.
Die Erinnerungen an das Hinspiel in Málaga, wo eine große Gruppe almerienser Fans stundenlang auf einem Parkplatz ohne angemessene Versorgung festgehalten wurde, schüren die Unzufriedenheit zusätzlich. Die Fans fordern eine faire Behandlung und kritisieren sowohl den Klub als auch die Polizei für die getroffenen Maßnahmen.
Die kommenden Stunden werden zeigen, ob die Sicherheitsvorkehrungen trotz des bestehenden Unbehagens für einen friedlichen Ablauf des Finales sorgen können. Die Leidenschaft im Fußball ist groß, und die Rivalität zwischen Almería und Málaga ist bekannt. Ein respektvoller Umgang miteinander wird nun auf die Probe gestellt.
