Donnarumma-affäre eskaliert: bosnische fans rächen sich – und stehlen notizzettel!
Zenica – Die Stimmung im WM-Playoff-Finale zwischen Bosnien-Herzegowina und Italien war geladen, und nach dem Schlusspfiff ist sie regelrecht explodiert. Gianluigi Donnarumma, Italiens Torwart, hat sich in Bosnien alles andere als Freunde gemacht – und offenbar dafür einen hohen Preis gezahlt: Bosnische Balljungen stahlen ihm seinen Notizzettel mit Elfmeter-Strategien, ein Akt der Rache, der die Fußballwelt in Aufruhr versetzt.

Ein „zettel-krieg“ mit unerwarteten folgen
Schon während des dramatischen Elfmeterschießens sorgte Donnarumma für Empörung, als er versuchte, den Notizzettel seines bosnischen Gegenübers, Nikola Vasilj, zu entwenden und zu beschädigen. Diese Aktion löste in Bosnien blanken Zorn aus, und die Balljungen nutzten die anschließende Verwirrung, um sich an Donnarummas eigenen Zettel zu vergreifen. Laut bosnischen Medien, die sich auf Social-Media-Screenshots berufen, feierten die Jugendlichen ihren Coup regelrecht.
Die Details auf Donnarummas Zettel waren alles andere als unbedeutend. Detaillierte Anweisungen, wie „Centrale“ (Mitte), „Aperto“ (offen), „Chiuso“ (verdeckt) sowie „DX“ und „SX“ (rechts/links aus Keeper-Sicht), zeigten, wie akribisch die italienische Mannschaft ihre Gegner analysiert hatte. Die bosnische Revanche war somit perfekt, wenn auch auf eine höchst unorthodoxe Weise.
Die Gazzetta di Parma sprach von einem „Zettel-Krieg“, während das größte nationale Sportportal, SportsSport, mit der Überschrift „Dieser Kerl ist eine Schande für den Fußball: Donnarummas beispielloser und unfairer Schachzug beim Elfmeterschießen!“ für eine harte Verurteilung plädierte. Ob die Balljungen bereits ahnten, dass Donnarumma seine Notizen kurz zuvor in der Nähe seines Gegners abgelegt hatte und darauf aufgeregt aufblickte, bleibt Spekulation.
Das Geschehene wirft ein fragwürdiges Licht auf das sportliche Verhalten und die zunehmende Polarisierung im Fußball. Während in Italien die Diskussion um die Fairnesst der Aktionen beider Torhüter tobt, bleibt in Bosnien die Freude über die unerwartete Racheakte der Balljungen allgegenwärtig. Ein Sieg für die Ehre, vielleicht, aber auch ein Mahnmal für die Notwendigkeit des Respekts auf dem Spielfeld – und daneben.
