Donnarumma bei mancity: guardiolas überraschende wahl und die neue strategie

Donnarumma bei mancity: guardiolas überraschende wahl und die neue strategie

Der Wechsel von Ederson zu Gianluigi Donnarumma beim Manchester City sorgte für Aufsehen. Die beiden Torhüter verkörpern unterschiedliche Spielstile. Warum entschied sich Pep Guardiola für den fußballerisch weniger versierten Italiener? Seit Sommer 2025 ist Gianluigi Donnarumma die Nummer eins im Tor von Manchester City.

Acht jahre ederson: ein paradigmenwechsel

Acht Jahre lang stand bei Manchester City ein Torhüter zwischen den Pfosten, der mit dem Ball am Fuß außergewöhnliche Fähigkeiten zeigte: Ederson. In 358 Pflichtspielen steuerte er für einen Torwart bemerkenswerte acht Torvorlagen bei. Seine Präzision bei langen Bällen war einzigartig. Doch 2025 endete Edersons Zeit bei ManCity. Er wechselte Anfang September zu Fenerbahce Istanbul. Die Lücke wurde mit Gianluigi Donnarumma geschlossen.

Donnarumma bei psg: ein ungewollter abgang

Donnarumma bei psg: ein ungewollter abgang

Die Verpflichtung von Donnarumma, der bei Paris Saint-Germain aufgrund seiner fußballerischen Limitierungen durch Lucas Chevalier ersetzt wurde, überraschte einige Beobachter. Luis Enrique, ein Trainer mit ähnlichen fußballerischen Vorstellungen wie Guardiola, suchte einen Torwart, der im Aufbauspiel eine zuverlässige Anspielstation darstellt. Die Frage, warum Guardiola sich für den aussortierten Donnarumma entschied, drängte sich auf.

Guardiolas erklärung: es liegt nicht am torwart

Guardiolas erklärung: es liegt nicht am torwart

Pep Guardiola weist jegliche Kritik an Donnarumma im Zusammenhang mit dem City-Aufbauspiel zurück. Er führt die Probleme auf fehlende Trainingszeit und die vielen neuen Spieler im Kader zurück: „Erstens haben wir keine Zeit zum Trainieren, und zweitens sind 70 Prozent der Spieler neu.“ Er betont, dass Donnarumma durchaus in der Lage sei, kurze Pässe zu spielen, aber die Abstimmung mit den Mitspielern fehle: „Sie geben den Ball an Gigio weiter, jetzt ist es sein Problem, oder? Und die anderen?“

Donnarummas stärken: eine weltklasse-reflex

Donnarummas stärken: eine weltklasse-reflex

Unabhängig von Guardiolas Aussagen gibt es gute Gründe für die Verpflichtung Donnarummas. Seine größte Stärke ist das Verhindern von Gegentoren. In modernen Top-Spielen bekommen Torhüter oft nur wenige Chancen, aber wenn, dann müssen sie zur Stelle sein. Donnarumma bewies dies eindrucksvoll im Topspiel gegen Liverpool, als er in der Nachspielzeit einen Schuss von Alexis Mac Allister aus dem Winkel fischte und den 2:1-Sieg sicherte.

Anpassung an den modernen fußball: mehr druck, weniger raum

Anpassung an den modernen fußball: mehr druck, weniger raum

Guardiolas Assistent Pepijn Lijnders beschreibt die Veränderungen im Fußball: „In diesem Spiel, in dem sie Mann gegen Mann spielen, gibt es keine Linien, keine Lücken und keinen freien Raum. Es geht nur darum, wie man diesen Moment des hohen Drucks überstehen kann.“ Guardiola glaubt aber weiterhin an die Bedeutung eines guten Spielaufbaus vom Torwart aus, auch wenn das Pressing immer intensiver wird.

Ein kompromiss und ein motivator

Donnarumma ist wohl eine Kompromisslösung für Guardiola. Er ist fußballerisch nicht herausragend, kann aber dennoch einen sauberen Pass spielen. Im Ballbesitzspiel der neu zusammengestellten City-Mannschaft ist er ein sicherer Rückhalt. Sein Berater, Enzo Raiola, betonte, dass Guardiola mit seiner Verpflichtung das Team aufrütteln wollte. Donnarumma dient als Motivator, der seine Defensivkollegen bei gelungenen Aktionen überschwänglich feiert.

Verbesserungen im strafraum und potenzial für elfmeter

Neben seinen spielerischen Fähigkeiten hat Donnarumma auch in wichtigen Aspekten seines Torwartspiels Fortschritte gemacht, insbesondere bei hohen Bällen. Er ist nach wie vor keinManuel Neuer im Spiel mit dem Ball, aber er bietet City einen Mehrwert auf anderen Ebenen. Sein Ruf als Elfmeterkiller könnte sich zudem in Pokalwettbewerben als entscheidend erweisen.