Doncic frustriert: was bei den lakers wirklich schiefläuft

Luka Doncic ist der beste Scorer der NBA, führt die Lakers fast im Alleingang durch eine Saison, die eigentlich vielversprechend aussieht – und wirkt trotzdem so, als würde er jeden Abend gegen etwas ankämpfen, das er nicht benennen kann. Nicht gegen Gegenspieler. Gegen das eigene Umfeld.

Eine kurze szene, die zu viel verrät

Es war kein großer Streit. Kein Eklat. Nur ein paar Sekunden nach einer Auswechslung: Doncic läuft zur Bank, Trainer JJ Redick redet auf ihn ein, dreht sich dann einfach um und geht. Doncic steht auf, scheint ihm nachzulaufen – bis Jarred Vanderbilt sich entspannt in seinen Weg stellt, ohne auch nur so zu tun, als wäre das seine Absicht. Redick dementierte danach routiniert: großartige Beziehung, alles gut, solche Dinge passieren. Mag sein. Aber solche Szenen entstehen nicht im Nichts.

Die zahlen lügen nicht – und erzählen trotzdem nicht die ganze geschichte

Die zahlen lügen nicht – und erzählen trotzdem nicht die ganze geschichte

Doncic legt 32,4 Punkte pro Spiel auf, trifft 47,3 Prozent aus dem Feld, verteilt 8,6 Assists und holt 7,7 Rebounds. Er schließt am Ring mit 81 Prozent ab – der beste Wert seiner Karriere. Auf dem Papier ist das eine Saison, für die andere Spieler alles geben würden. Doch die Lakers haben ein Net Rating von mageren 0,3 – sie punkten kaum mehr, als sie zulassen. Statistisch glänzt Doncic. Kollektiv tritt LA auf der Stelle.

Drei Siege in Serie gegen die Warriors, Kings und Pelicans klingen gut. Klingen. Golden State fehlten die Besten, San Antonio und Oklahoma City haben die Lakers zuvor vorgeführt. Gegen die Suns – ohne Devin Booker und Dillon Brooks – ließ LA eine Führung aus der Hand gleiten, weil das Team dreimal kurz den Fuß vom Gas nahm. Marcus Smart brachte es danach auf den Punkt: „Wir haben alles richtig gemacht. Dann haben wir nachgelassen, und sie haben uns dafür bezahlen lassen.