Doncic explodiert für 51 punkte und redick schreit die mvp-kunde raus
Die Crypto.com Arena bebte, die Fans brüllten sich heiser, und Luka Doncic spielte sich in einen Rausch: 51 Punkte, neun Dreier, ein Schlagabtausch mit Matas Buzelis und anschließend ein tiefes Nicken von JJ Redick. Der Lakers-Coach zog nach dem 142:130 gegen Chicago die Bremse, ließ seinen Star per Intentional Foul aus dem Spiel nehmen – und gab der Liga eine Kampfansage: „Er ist aktuell so gut wie jeder andere, aber keiner redet darüber. Ich jetzt schon.“
Redick liefert die antwort auf eine frage, die niemand stellte
Die Statistik kennt keine Gnade: In zehn Spielen vor All-Star-Break 33,4 Punkte im Schnitt, sieben Siege, Platz drei im Westen. Doch die MVP-Listen führen andere Namen. Redick findet das skandalös. „Er kanalisiert Trash-Talk in Energie, sichert den Ball, holt Rebounds, spielt neun Assists – und wird trotzdem nur nebenbei erwähnt“, sagt der Coach, selbst früher Scharfschütze, heute Prediger der unbequemen Wahrheit.
Buzelis erfuhr am eigenen Leibe, was es heißt, Doncic zu reizen. Ein early-game Jabber, prompt antwortete der Slowene mit 17 Treffern im ersten Viertel. Die Bulls-Ausbildung kochte, Chicago war nach 12 Minuten schon history. „Manchmal ist es besser, den Mund zu halten“, murrte Buzelis hinterher. Die Arena feierte jeden Dreier mit einem Grollen, als würde ein Vulkan unter dem Parkett brodeln.

Die liga schaut weg, die lakers profitieren
Während die nationalen Shows über Shai Gilgeous-Alexander und Nikola Jokic debattieren, liefert Doncic seit Weihnachten ein 50/40/90-Split ab – nur eben bei 30,8 Punkten pro Nacht. Die Zahlen sind so absurd, dass sie schon wieder langweilig wirken. Genau das meint Redick: „Wir haben uns an Großartigkeit gewöhnt und vergessen, sie zu feiern.“
Die Lakers müssen sich nicht mehr fragen, ob LeBron und AD allein reichen. Doncic ist kein Zukunftsprojekt mehr, er ist die Gegenwart, heute, hier, mit 25 Jahren. Das Franchise, das in den letzten Juni vergessen hatte, wie Finals-Tickets riechen, buhlt plötzlich wieder um Juni-Basketball. Und der slowenische Magier? Lächelt nur, wischt sich das Schweißband übers Gesicht und fragt: „Wieviel Aufmerksamkeit wollt ihr noch?“
Die Antwort lautet: mehr. Denn wenn ein Spieler die 50-Punkte-Marke fünf Mal vor dem All-Star-Break durchbricht und trotzdem nur zweiter Act bleibt, hat die Liga ein Wahrnehmungsproblem. Redick wird weiterreden, Doncic weiterwürfeln, und irgendwann wird die MVP-Urkunde doch seinen Namen tragen – wenn nicht im Mai, dann im Juni, ganz laut, ganz spät, ganz verdient.
