Donald jagt den triple-ryder-coup: irland 2027 wird seine persönliche ewigkeit

Luke Donald bleibt dran. Nach dem 16,5:11,5 in Rom und dem 14,5:13,5 in New York bekommt der 48-jährige Brite erneut das Kommando über Europas Golf-Elite – und damit die Chance, als erster Kapitän der Geschichte drei Ryder-Cup-Siege in Serie zu landen. Adare Manor, Irland, September 2027: Dort soll die Jahrhundert-Feier des Kontinents-Duells seinen Namen in die Unsterblichkeit katapultieren.

Die spieler wollten ihn – und bekamen ihn

„Die Jungs haben mich regelrecht gejagt“, sagt Donald, nachdem die European Tour Group das Mandat verlängerte. Die Spieler hatten intern lanciert: Nur er schafft es, Superstars wie Rory McIlroy, Jon Rahm und Viktor Hovland zu einer verschworenen Einheit zu verschmelzen. Nun folgt die dritte Amtszeit – ein Novum, das selbst Tony Jacklin, Bernard Gallacher und Dai Rees verpassten. 14 Tage nach dem 100. Geburtstag des Wettkampfs will Donald die USA erneut in Schach halten.

Die Zahlen sprechen für seinen Dauer-Auftrag: Unter Donald holte Europa 31 der 44 möglichen Punkte, eine Sieg-Quote von 70,5 Prozent. Kein einziger seiner vier Einsätze als Assistent oder Kapitän endete mit einer Niederlage – persönliche Bilanz: 4:0. Die Spieler nennen ihn „Captain Cool“, weil er Druck in Konzentration verwandelt und Pult-Reden auf das Minimum reduziert. Statt Powerpoint: Einzelgespräche, Whatsapp-Gruppen, Schlaf-Tracker-Daten. „Er spricht unser Sprache – und das nicht nur metaphorisch“, schwärmt McIlroy.

Adare manor wird zur festung

Adare manor wird zur festung

Der Parkland-Kurs im County Limerick ist kein Zufall. 2027 rollt dort erstmals seit 2006 wieder in Europa die weiße Kugel über irischen Rasen. Die PGA of America protestiert vergeblich: Zu viele Bäume, zu viele Doglegs, zu viel Regen. Genau das lieben die Europäer. Die Heim-Bilanz auf britischen und irischen Inseln: 14 Siege in 19 Vergleichen. Donald hat bereits mit Greenkeeper Kevin Fahey telefoniert. Fairways schneller, Rough höher, Grüns härter – alles andere als US-Standard.

Die USA schielen bereits auf Revanche. Mit Tiger Woods als designiertem Kapitän und einem Kader voller College-Cracks, die erst seit Kurzem Profi sind, wollen die Amerikaner den Bann brechen. Doch Donald bleibt gelassen: „Wir müssen nichts erfinden, nur wiederholen.“ Die Drohung steckt in der Ruhe. Nach zwei Siegen mit je mehr als drei Punkten Vorsprung ist klar: Europas Team-Room funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk. Wer dagegenhalten will, muss mehr als nur Putts versenken.

Für Donald geht es um mehr als Rekorde. Der ehemalige Weltranglistenerste will beweisen, dass Kontinuität trumpft, wo andere auf Neuanfang setzen. 2027 wird er 50 Jahre alt. Vielleicht seine letzte Chance, sich selbst zu übertreffen. Die Spieler halten ihm die Treue. Die Fans halten ihm die Daumen. Und die Geschichte wartet bereits mit offenen Armen. Drei Ryder-Cup-Siege in Folge – das wäre endgültig sein Meisterstück. Die Uhr tickt. Die Kugel rollt. Irland wird Zeuge werden.