Doku zündet den turbo: belgier rettet citys traum vom triple
Ein Kopfball aus 14 Metern, ein Schlenzer ins lange Eck, ein Solo wie vom anderen Stern: Jérémy Doku hat Manchester City in sieben Tagen viermal aus dem Nichts zurück auf die Siegerstraße gekarrt. Die Bilanz des 21-Jährigen seit letztem Wochenende: drei Tore, zwei Assists, ein Punkt in der Nachspielzeit beim 3:3 gegen Everton. Die Botschaft: Ohne ihn läuft nichts beim amtierenden Meister.
Guardiola nennt ihn „matchwinner pur“
Pep Guardiola schwärmt, wo er nur kann. „Wenn er so weitermacht, spielt er sich in dieselbe Klasse wie Vinícius oder Yamal“, sagte der Coach nach dem 3:0 gegen Brentford, in dem Doku den Bann früh brach. Die Statistik bestätigt den Hype: Acht Tore, 14 Vorlagen in 43 Pflichtspielen – und das, obwohl der Belgier erst im Sommer für 60 Millionen Euro von Rennes kam und sich zwischenzeitlich an der linken Außenbahn mit Grealish und Foden duellieren musste.
Doch Doku selbst tritt auf die Euphoriebremse. „Ich gucke mir meine Tore an – und sehe kein einziges Mal, wie ich am zweiten Pfosten einschiebe. Das muss sich ändern“, sagte er Sky Sports. Sein Vorbild: Raheem Sterling, der in seinen City-Jahren regelmäßig fünf, sechs „Tap-ins“ pro Saison sammelte. „Ich brauche diese einfachen Treffer, um meine Quote zu pushen. Manchmal muss ich egoistischer werden.“

Die wahrheit liegt im video
Tatsächlich: Keiner seiner acht Saisontreffer war eine Lockerline. Doku trifft nur nach Dribblings, Zuspielen, aus spitzem Winkel. Seine xG-Zahl (expected Goals) liegt bei lächerlichen 3,4 – ein Beleg dafür, dass er Chancen erzwingt, statt sie zu kassieren. Guardiola lacht über die Selbstkritik: „Er erfindet Tore, statt sie abzustauben. Aber wenn er lernt, beides zu kombinieren, wird er unberechenbar.“
Die nächsten Gegner haben den Warnschuss erhalten. Im Pokalhalbfinale gegen Brighton, im Liga-Endspurt gegen Tottenham und Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale – überall wird der Plan lauten: Doku doppeln, tripln, foulen. Doch der Flügelflitzer hat sich selbst enttarnt. „Ich bin kein Neuer, ich bin ein Instinktspieler. Die Tore kommen jetzt einfach, weil ich den Moment rieche.“
City liegt zwei Punkte hinter Arsenal, hat aber ein Spiel weniger. Der Pokal ist im Griff, die Champions League lebt. Und mitten drin der Junge aus Borgerhout, der sich selbst das nächste Ziel setzt: „Wenn ich die einfachen Tore draufpacke, sind es nächste Saison 15 plus 20 – und dann reden wir über Titel, nicht über Potenzial.“
