Doku entfesselt: city jagt das nächste triple – und keiner kann den belgier stoppen

Manchester City schlägt zurück. Das 2:1 im Ligapokal-Finale gegen Arsenal war kein Endpunkt, sondern die Startschusskanone für den nächsten Angriff auf ein britisches Triple. Pep Guardiolas Maschine läuft wieder auf Hochtouren, und der Mann, der gerade den Turbo zündet, heißt Jérémy Doku.

Ein superheld mit fünf toren und 14 vorlagen

Der Flügelflitzer aus Antwerpen wurde vor einem Jahr für 60 Millionen Euro aus Rennes geholt, um genau diese Spiele zu entscheiden. Gegen Chelsea traf er, gegen Burnley legte er für Haaland auf, und im FA-Cup-Halbfinale gegen Southampton schoss er selbst das 1:1 und bereitete das 2:1 vor – alles innerhalb von 32 Minuten als Joker. Die Zahlen sind laut ProZone grotesk: elf erfolgreiche Dribblings, fünf Key-Passes, zehn gewonnene Zweikämpfe, 286 Meter Ballvorlage. Kein Mitspieler kam auch nur annähernd ran.

Wayne Rooney gab sich in der BBC höchst persönlich geschlagen: „Wenn Doku so aufdreht, kannst du ihn nur mit zwei, drei Leuten stoppen – und dann steht dein ganzes System offen.“ Genau das plant Guardiola. Der Katalane lässt seinen Außenstürmer bewusst tief starten, um die gegnerischen Ketten zu sprengen. Die Taktik funktioniert: Seit Doku wieder fit ist, gewann City vier Pflichtspiele in Folge, schoss zwölf Tage und kassierte nur eins.

Am 16. mai wartet chelsea im finale

Am 16. mai wartet chelsea im finale

Die FA-Cup-Showdown in Wembley ist bereits die vierte Endspiel-Teilnahme in Serie für den Klub – Rekord in der 155-jährigen Geschichte des Wettbewerbs. In der Premier League liegt City drei Punkte hinter Arsenal, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen. Die Formkurve zeigt nach oben, die Lautstärke in den sozialen Netzwerken auch. Doku selbst zitiert nach jedem Tor den Johannesbrief: „Er muss größer werden, ich kleiner.“ Fußballerisch läuft es gerade umgekehrt. Je kleiner er sich macht, desto größer wird die Angst der Gegner.

Guardiola lächelt nur, wenn man ihn nach Doku fragt: „Er ist keine Rohrkrepierer-Maschine mehr. Er weiß, wann er dribbeln, wann er passen muss. Und er versteckt sich nicht.“ Die nächsten Wochen entscheiden, ob City 2019 wiederholt: Liga, Pokal, Ligapokal. Der Unterschied: Vor fünf Jahren war Raheem Sterling der Rechtsfuß auf der linken Bahn. Heute ist es ein Belgier, der mit jedem Ballkontakt das Stadion aufstehen lässt. Wenn Doku so weitermacht, wird das Triple keine Drohung mehr sein, sondern eine Selbstverständlichkeit.