Djokovic vor wimbledon: letzte chance auf den grand-slam-rekord?

Novak Djokovic, der siebenmalige Wimbledon-Champion, steht vor einer existenziellen Herausforderung: Bei diesem Turnier könnte er die Tennisgeschichte neu schreiben. Mit 24 Grand-Slam-Titeln teilt er sich derzeit den Rekord mit Margaret Court – und Wimbledon bietet ihm die seltene Gelegenheit, diesen umstrittenen Wert zu übertreffen. Doch die Zeit drängt, denn mit 39 Jahren ist jeder weitere Triumph ein Wettlauf gegen die eigene Vergänglichkeit.

Die körperliche verfassung: besser als in paris

Nachdem Djokovic bei den French Open einen überraschenden Fünf-Satz-Verlust gegen den jungen Holger Rune kassierte, stellt er nun klar: Die Vorbereitung auf Wimbledon verlief deutlich besser. „Ich bin körperlich besser vorbereitet als in Paris“, so Djokovic. Die Belastung durch den Rasen sei anders, weniger intensiv, was ihm zugutekommt. Die langen, zermürbenden Matches auf Sand haben ihn offenbar deutlicher geschwächt, als er zunächst zugab.

Die Erinnerung an die French Open scheint ihn noch zu verfolgen. „Drei Matches, fast vier Stunden pro Match – und dann die Niederlage gegen einen 20-Jährigen“, murmelt er. Es ist eine bittere Pille, die er hinunterschlucken muss, bevor er seine Ambitionen in Wimbledon verwirklichen kann.

Serena williams

Serena williams' comeback: eine inspiration

Neben dem eigenen Kampf um den Rekord scheint Djokovic auch von dem Comeback einer weiteren Tennislegende, Serena Williams, inspiriert zu sein. „Was sie tut, ist episch und sehr inspirierend“, schwärmt er. Die Rückkehr der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin, die nach der Geburt ihrer zwei Töchter erneut auf den Court zurückkehrt, ist für viele ein Wunder. Djokovic, der Williams stets bewundert hat, ist beeindruckt: „Ich habe sie im Fitnessstudio gesehen – und das war intensiver als Sinner in seiner besten Form!“

Die Tatsache, dass eine 41-jährige Mutter, die schon so viel erreicht hat, sich erneut der Herausforderung stellt, ist ein Beweis für den unbändigen Willen und die Leidenschaft, die den Sport so faszinierend machen. Djokovic scheint sich davon motivieren zu lassen, selbst noch einmal alles zu geben, um Geschichte zu schreiben.

Ob Djokovic seinen 25. Grand-Slam-Titel erringen wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Wimbledon wird ein Turnier, das in die Tennisgeschichte eingehen wird – nicht nur wegen des möglichen Rekords, sondern auch wegen der inspirierenden Comebacks und der ungebrochenen Leidenschaft der Sportler.