Diomande-poker: hamann enthüllt leipzigs geheimnis
RB Leipzig hält
an Yan Diomande fest – trotz aller Angebote und der astronomischen Summen, die im Raum stehen. Der Shootingstar des Sommers scheint nicht für kleines Geld wegzuschicken zu sein. Dietmar Hamann, ehemaliger Leistungsträger und heutiger TV-Experte, glaubt, dass Oliver Mintzlaff, selbst wenn er nicht mehr sportdirektorisch involviert ist, mit seinem Veto einen Verkauf verhindern könnte.
Mintzlaffs macht: mehr als nur ein aufsichtsrat
Die Personalie Oliver Mintzlaff ist bei RB Leipzig ein komplexes Thema. Nachdem er bis Ende 2022 als Geschäftsführer agierte, ist er nun CEO des gesamten Konzerns und Aufsichtsratsvorsitzender. Diese Position verleiht ihm eine erhebliche Macht, insbesondere wenn es um die Verpflichtung oder den Abgang von Schlüsselspielern geht. Hamann spekuliert, dass Mintzlaff, der am Freitag in einem Interview betonte, er würde Diomande „nicht verkaufen“, wenn er die sportliche Leitung inne hätte, auch heute noch einen enormen Einfluss auf die Entscheidungen des Vorstands ausüben kann. Er sprach von einem Preis, der „egal“ sei, denn Diomande sei ein Spieler, der sich „noch weiterentwickeln“ und „noch sehr jung“ sei, was seinen Wert in Zukunft weiter steigen lässt.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Diomande, der im vergangenen Sommer von CD Leganés nach Leipzig wechselte, bestritt in seiner ersten Saison 33 Pflichtspiele, in denen er 13 Tore erzielte und neun Vorlagen beisteuerte. Diese beeindruckende Bilanz hat natürlich auch bei anderen Top-Klubs, darunter dem FC Bayern, für Begeisterung gesorgt. Doch Hamann ist sich sicher: Solange Mintzlaff im Aufsichtsrat sitzt, wird es für Interessenten schwer, Diomande nach Leipzig zu lotsen.
Die Frage, ob ein Angebot von 100 Millionen Euro ausreichen würde, um Leipzig einzuknicken, beantwortete Mintzlaff im Interview mit einem abschätzigen Schulterzucken. Er betonte, dass der Wert von Diomande noch steigen wird, was die Position des Klubs im Verhandlungsgespräch weiter stärkt. Es bleibt abzuwarten, ob die Geschäftsführung von RB Leipzig, sollten sie einen Verkauf in Betracht ziehen, tatsächlich gegen Mintzlaffs Willen vorgehen würde. Doch eines ist klar: Der Aufsichtsratsvorsitzende hat in dieser Angelegenheit das letzte Wort.
Die Faszination um Yan Diomande ist ungebrochen. Und solange Oliver Mintzlaff seine Schlüsselrolle bei RB Leipzig behält, wird es für jeden Verein ein Wettlauf mit der Zeit sein, um den jungen Stürmer zu verpflichten – ein Wettlauf, den er vermutlich verlieren wird.
