Dinkci packt beute: fußball als rettung nach schicksalsschlag
Eren Dinkci, Leistungsträger des 1. FC Heidenheim, steht vor dem entscheidenden Spiel gegen St. Pauli – und vor einer privaten Herausforderung, die ihn zutiefst berührt. Die Leukämie-Diagnose seiner Freundin Cinja hat alles in den Schatten gestellt, doch der Fußballer findet neue Kraft und will mit seiner Mannschaft den Klassenerhalt sichern.

Ein interview, das bewegt: dinkci über gesundheit und abstiegskampf
Die Diagnose traf Dinkci wie ein Schlag. Doch anstatt sich zurückzuziehen, spricht er offen über die Situation. Im Interview mit dem SWR Sport macht der Angreifer deutlich: „Mehr als Gesundheit gibt es auf dieser Welt gar nicht.“ Eine Aussage, die in Anbetracht seiner persönlichen Umstände eine besondere Bedeutung hat. Er räumt ein, dass der Spagat zwischen Familie und Profifußball schwer ist, betont aber, dass er sich im Moment relativ gut damit zurechtkomme. „Klar, will man so oft es geht bei der Freundin sein. Das geht leider jetzt nicht, weil die Saison noch nicht zu Ende ist.“
Die Unterstützung der Fans ist immens. In Freiburg und Hoffenheim gab es bereits Typisierungsaktionen für Cinja, und auch in Heidenheim wird am Wochenende eine ähnliche Aktion durchgeführt. „Bei Cinja sind wir jetzt knapp bei 2.000 Menschen.“, so Dinkci erleichtert. „Das ist wirklich viel.“
Doch es ist mehr als nur eine Zahl. Es ist ein Zeichen der Solidarität, das dem jungen Fußballer in dieser schweren Zeit Kraft gibt. Dinkci weiß, dass er nicht allein ist – und dass seine Geschichte andere Menschen dazu inspirieren kann, sich ebenfalls zu engagieren. Die DKMS hofft auf weitere Spender, nicht nur für Cinja, sondern auch für andere Patienten, die dringend eine Stammzellenspende benötigen.
Die Partie gegen St. Pauli ist mehr als nur ein Abstiegskampf. Sie ist eine Chance für den 1. FC Heidenheim, zu zeigen, was in ihnen steckt. Und für Dinkci ist sie die Möglichkeit, seiner Freundin Cinja und allen anderen Betroffenen ein Zeichen zu setzen: „Wenn wir auf dem Platz das ablassen, was wir jetzt die letzten Spiele gezeigt haben, dann gehe ich davon aus, dass wir etwas feiern können.“
