Dimarco erzielt rekord – inter ignoriert champions-debakel
Mailand – Federico Dimarco schraubt seine Torquote in der Serie A auf ein neues Hoch, während die Inter-Fans die bittere Niederlage in der Champions League längst hinter sich lassen. Der Linksfuß ist aktuell der gefährlichste Mann im Angriff der Nerazzurri, und das, obwohl die Königsklasse nicht seine Priorität zu sein scheint.

Der fokus liegt klar auf dem scudetto
Vor dem peinlichen Ausscheiden gegen Bodø/Glimt hatte Dimarco in einem Fernsehinterview unmissverständlich erklärt: „Gebt mir zwei Titel: die Meisterschaft und die WM…“ Die Champions League? Fehlanzeige. Dieser klare Fokus, so scheint es, hat sich auf die Mannschaft übertragen. Nach der Enttäuschung in Norwegen reagierte man mit Schulterzucken, während Dimarcos jüngster Treffer gegen Genoa für Jubelstürme sorgte.
Sein Tor gegen Genoa war bereits das sechste in dieser Saison – ein persönlicher Rekord. Doch Dimarco ist mehr als nur ein Torschütze. Mit bereits 15 Assists hat er direkten Einfluss auf 21 Tore und übertrifft damit sogar seinen Sturmpartner Lautaro Martínez, der auf 18 Scorerpunkte kommt. Eine beeindruckende Bilanz, die zeigt, wie wichtig Dimarco für das Offensivspiel der Inter ist.
„Die Siege bis zum Ende werden schwer erkämpft sein. Nach jeder Niederlage haben wir als große Mannschaft reagiert“, so Dimarco nach dem Spiel. Seine Trefferquote ist schwer zu erklären, aber das Tor gegen Verona sei ähnlich gewesen. Doch die Zahlen sprechen für sich und bestätigen seine Leistungen.
Inter hat noch ein weiteres Ziel: den Gewinn des italienischen Pokals, um eine trostlose Saison, trotz des Ausscheidens aus der Champions League, doch noch versüßen zu können. Das Halbfinale gegen Nico Paz und seine Mannschaft verspricht ein spannendes Duell zu werden.
Dimarco scheint auf dem besten Weg zu sein, sich als einer der Top-Spieler Europas zu etablieren, zumindest innerhalb der italienischen Grenzen. In der Champions League hingegen hielt sich seine Torquote bisher in Grenzen. Nur ein Tor in Dortmund. Aber wie er selbst sagte: „Die Torrekorde zählen nur, wenn sie zu einem Titel führen…“
Und während er fleißig Fotos mit seinen Auszeichnungen macht, scheint er sich bereits auf die nächste Herausforderung zu konzentrieren. „Wir denken zuerst an Como“, sagte er und vermied jegliche Spekulationen über zukünftige Erfolge.
