Di giannantonio zerstört rekord in austin – marquez versinkt im tex-staub

Fabio Di Giannantonio hat die MotoGP-Startaufstellung in Austin mit einer Galgenhumor-Choreografie eröffnet: 2:00,136 Minuten, neue Bestzeit, zweite Pole in Serie – und das mit einem Grinsen, als hätte er die Stoppuhr selbst manipuliert.

Pedro Acosta rutscht neben ihn, weil Weltmeister Marco Bezzecchi von der Box zur Box rollt und Aprilia-Kollege Bezzecchi für Schleichfahrt rügt – Strafe, zwei Plätze nach hinten, Start vierte Reihe. Die Ironie: Bezzecchi war vorher Schnellster im Training, jetzt beobachtet er die Show aus der zweiten Reihe.

Bagnaia fliegt fast, marquez fliegt raus

Bagnaia fliegt fast, marquez fliegt raus

Francesco Bagnaia hätte den Rekord ebenfalls knacken können – doch seine schnellste Runde wird annulliert, weil er in Sektor drei zu weit über die grüne Wiese bügelt. Trotzdem: Dritter Startplatz, Ducati-Power inklusive. Dahinter Joan Mir, bester Honda-Pilot, und der entzauberte Marc Marquez.

Sieben Siege in Texas, null Pole heute. Marquez bremst sich in Kurve 12 die Nerven weg, diskutiert mit Enea Bastianini, der ihm vorwirft, gebremst worden zu sein. Die Rennleitung schickt beide in die Kabine – mit Freispruch. Dennoch: Startplatz sechs, für einen Siebenmal-Weltmeister ein Kratzer im Lack.

Jorge Martin reiht sich in die dritte Reihe ein, gefolgt von Alex Marquez und Fermin Aldeguer, der von der Strafe gegen Luca Marini profitiert. Marini rutscht von neun auf elf, Bastianini bleibt zwölftes Zugpferd. Die Rechnung: Zwölf Piloten innerhalb einer Sekunde – Austin liefert erneut Sekundenspannung.

Di Giannantonio lacht nicht mehr nur, er dominiert. Mit 356 Tagen nach seiner ersten Pole in Brasilien feiert er die nächste – und warnt die Konkurrenz: „Das Bike fühlt sich an wie ein Jet auf Kufen.“ Wer ihm folgen will, braucht mehr als nur Top-Speed: Er braucht einen neuen Rekord.